Das Problem des neuen Mediums ist aber der Erfolg der DVD: Jahr für Jahr ergeben Befragungen, dass viele Verbraucher mit der Bildqualität der weit verbreiteten Silberscheiben eigentlich schon zufrieden sind. Einen Riesenunterschied wie zum Beispiel zwischen VHS-Kassetten und DVD sehen sie nicht. Zudem geht es auch schlicht um Geld: Für Blu-ray Discs braucht man auf jeden Fall einen neuen Player, praktisch jede DVD bekommt man heute mit gut zehn Euro deutlich günstiger als die neuen Super-Scheiben und schließlich hat nahezu jeder schon einen Stapel DVDs zuhause. Gerade darauf setzt der japanische Hersteller Toshiba, der mit seinem gescheiterten Blu-ray-Rivalen HD DVD Milliarden versenkte. Wenige Tage vor der IFA stellte Toshiba in den USA einen Player vor, der mit einer Bildbearbeitungs-Technologie namens XDE (eXtended Detail Enhancement) noch besser als bisherige ähnliche Geräte herkömmliche DVDs auf HD-ähnliche Qualität hochrechnen soll.
Der Clou: Das Gerät soll in Amerika nur 149 Dollar kosten und damit viel weniger als der billigste Blu-ray-Player. Ob auf der IFA ein solches Gerät auch für Europa vorgestellt wird, will das Unternehmen nicht explizit sagen, verspricht aber in der Messe-Einladung schon mal eine neue DVD-Technologie mit «atemberaubender Bildqualität».