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IFA 2008: 

Die größte IFA aller Zeiten – mit Dampfgarern

28. Aug 2008 07:54
Warten auf Besucher: Fahnen vor der Berliner Messe
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1245 Aussteller aus 63 Ländern, erstmals Teilnehmer aus Vietnam und Argentinien, auch die Haushaltsgeräte sind dabei, im Mittelpunkt soll die Energieeffizienz stehen: Am heutigen Donnerstag eröffnet Kanzlerin Merkel die IFA 2008.

Die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin ist in diesem Jahr internationaler und größer als jemals zuvor. Die 1245 Ausstellern aus 63 Ländern bedeuten eine Rekordbeteiligung, wie die Veranstalter am Mittwoch kurz vor Eröffnung der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik ankündigten. 2007 waren 1212 Aussteller aus 32 Ländern dabei.

Kanzlerin Angela Merkel wird die Messe am heutigen Donnerstag im Rahmen einer Gala vor 500 Gästen eröffnen. Zum ersten Mal werden auf der IFA auch Haushaltsgeräte gezeigt. Fast alle großen Markenhersteller - von Siemens, Miele über Bosch bis Electrolux oder Jura - sind dabei und zeigen multifunktionale Kühlschränke, Wäschetrockner, Herde, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen oder Dampfgarer für vitaminschonendes Kochen.

Die Ausstellungsfläche wurde auf 122.000 Quadratmeter vergrößert, es wurden sogar temporäre Hallen errichtet. Zum ersten Mal sind Aussteller aus Thailand, Indonesien, Vietnam, Brasilien, Argentinien und Kolumbien vertreten, wie der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke, sagte. Insgesamt liege der Anteil ausländischer Aussteller bei über 66 Prozent.

Auf der Erfolgsspur

Die Unterhaltungselektronik-Branche sei trotz allgemeiner Kaufzurückhaltung auf der Erfolgsspur, meinte der Vorsitzende des Fachverbands Consumer Electronics im Zentralverband Elektroindustrie (ZVEI), Hans-Joachim Kamp.

Vor allem dank der Flachbild-Fernseher gebe es eine «Wachstumsgarantie»: Mehr als 170 Millionen Röhrengeräte sind europaweit noch in den Haushalten. «Das sorgt für einen starken Ersatzmarkt in den kommenden Jahren», erklärte er. Für 2008 erwarte er für den gesamten Unterhaltungselektronik-Markt in Deutschland ein Wachstum von 3,8 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro.

Derweil kündigte ZVEI-Vorstand Reinhard Zinkann an, Haushaltselektrogeräte würden im kommenden Jahr wegen der steigenden Rohstoff- und Energiepreise teurer. Die Erhöhung hänge mit stark steigenden Kosten zusammen, die auf die Industrie zukämen. Er gehe allerdings von «moderaten» Erhöhungen aus. Eine Prozentzahl wollte Zinkann nicht prognostizieren, da die Steigerungen produktabhängig seien. Trotz der momentan in Deutschland angespannten Marktsituation für Haushaltselektrogeräte erwarte er aber für das kommende Jahr ein Wachstum von vier Prozent.

Ordervolumen von 2,75 Milliarden Euro erwartet

Bis zum 3. September stehen aber vor allem die Flachbildfernseher, das hochauflösende Fernsehen HDTV, Digitalkameras, Notebooks, Navigationsgeräte und Audio-Anlagen im Mittelpunkt. Angesichts der stark steigenden Strompreise werben die Hersteller wie nie zuvor mit der Energieeffizienz ihrer Geräte. Die Unterhaltungselektronik-Branche rechnet damit, dass ähnlich wie 2007 Aufträge im Wert von 2,75 Milliarden Euro gezeichnet werden.

Für das Publikum öffnet die Messe am Freitag ihre Pforten. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr. Erwartet werden wieder über 220.000 Besucher. Im Vorverkauf kostet eine Tageskarte zehn Euro, an der Kasse 14, ermäßigt zehn Euro. Das Schülerticket gibt es bereits für 5,50 Euro.

Auch für Unterhaltung ist wieder gesorgt: Am Sonntag gibt es im Sommergarten ein großes Konzert mit Silbermond, Juli, Adel Tawil von Ich+Ich, 2raumwohnung, Culcha Candela und Jan Delay. Auch andere Stars und Sternchen werden ihren Auftritt haben: Angekündigt haben sich unter anderem Sterneköche wie Alfons Schubeck oder Ralf Zacherl und Moderatoren wie Anne Will, Frank Plasberg und Sandra Maischberger. (Holger Mehlig/AP)
 
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