«1080° Avalanche» - Das ultimative Schneebrett
15.12.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Snowboard-Simluation «1080°» gehörte zu den besten Spielen auf dem N64. Der Nachfolger für den Gamecube trägt den Zusatz «Avalanche» und bietet feinste Grafik bei bester Spielbarkeit. Bilderschau: Screenshots aus "1080° Avalanche"
Ebenso wie «Wave Race 64» für das Nintendo 64 war das Snowboard-Spiel «1080° Avalanche» für den Gamecube bereits vor dem Verkaufsstart der Konsole in der Entwicklung und wurde bei Messen und Pressetermine als Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Cube vorgeführt. Solche oft über mehrere Jahre designten Showcase-Spiele glänzen meist durch hervorragende Spielbarkeit und exquisite Grafik, um augenblicklich zu beeindrucken, entäuschen aber oft, was den Umfang angeht. Dies ist auch bei «1080° Avalanche» der Fall.
Perfekte SimulationDie Simulation des Snowboards-Fahrens ist den Entwicklern des Spiels perfekt gelungen. Wie schon beim Vorgänger «1080°» für das Nintendo 64 schlägt «Avalanche» in Sachen Realismus und Spielbarkeit die gesamte Konkurrenz wie «SSX 3» oder «Amped».
Zucker für die OhrenEin weiteres Highlight des Spiels ist der Sound: Das Rascheln des Pulverschnees, das Pfeifen des Fahrtwindes, das Knistern der Piste, das Kratzen des Boards auf Eis, das Grollen und Rumpeln einer Lawine oder des Steinschlags, alles dringt kristallsklar und differenziert aus den Boxen. Dazu enthält der Soundtrack des Spiels krachende und zum Thema des Spiels passende Songs von abgehangenen Bands wie Boysetsfie oder Cauterize.
Wunderbare StreckenWie in der N64-Version stehen dem Spieler zu Anfang fünf Snowboarder zur Auswahl, mit denen er sich die Hänge hinunterstürzen kann. Es lässt sich zwischen den Modi Match Race (Rennen gegen einen Computergegner), Gate Challenge (einem Slalom-Rennen auf Zeit), Trick Attack und Time Trial wählen. Außerdem können zwei Spieler im Split-Screeen-Modus gegeneinander fahren sowie bis zu vier Spieler mit jeweils eigenen Konsolen im LAN antreten.
Im Match Race lassen sich zunächst verschiedene Strecken in drei Schwierigkeitsgrade freispielen. Die Pisten sind überaus abwechslungsreich und originell gestaltet. So führen sie sowohl durch unberührte Gletscherlandschaften und Wälder mit reichem Tierbestand als auch durch nächtliche Bergdörfer und überraschen den Spieler mit Steinschlägen sowie Gegenverkehr in Form von Schneemobilen. Als Höhepunkt folgt am Ende des dritten Levels eines der extremsten Rennen in «1080° Avalanche»: Der Gegner ist dabei kein anderer Snowboarder, sondern eine Lawine, die knapp hinter dem Spieler herdonnert und ihn beim kleinsten Fehler verschlingt. Anschließend gibt es einen «Extreme»-Level, in dem der Spieler einige verschärfte Varianten der Kurse zu durchfahren hat.
Zu wenig StreckenEin einigermaßen erfahrener Spieler kann die Match-Race-Strecken in einigen Stunden freispielen. Das Einzelspiel ist damit für den Hardcore-Gamer zu leicht, aber es bleibt ihm - spielbegeisterte Freunde vorausgesetzt - immer noch der hochmotivierende Mehrspieler-Modus. Für den Durchschnittsspieler ist «1080° Avalanche» ein sicherer Weihnachts-Winter-Spaß.
«1080 Avalanche»
Hersteller: Nintendo
Plattformen: Gamecube
Genre: Snowboardspiel
Spieler: 1 bis 4
USK: ohne Altersbeschränkung
Preis: 59 Euro