«Welcome to CSNET» vor 25 Jahren: 

netzeitung.deDeutschlands erste E-Mail sprach Englisch

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E-Mails gehören heute zum Arbeitsalltag (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe E-Mails gehören heute zum Arbeitsalltag
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wann haben Sie Ihre erste E-Mail empfangen? Vermutlich vor deutlich weniger als 25 Jahren. So lange aber ist es schon her, dass die erste Mail Deutschland erreichte. Heute gehört die elektronische Post zum Alltag - allerdings nicht für alle.

Es ist ein Vierteljahrhundert her, dass die erste E-Mail in Deutschland verschickt wurde. Am 3. August 1984 geschah es, dass eine Botschaft von Computer zu Computer getragen wurde: «Michael, this is your official welcome to CSNET.» Gemeint war Michael Rotert, der technische Leiter einer Rechnerabteilung der Universität Karlsruhe. Wissenschaftler aus den USA hießen ihn in ihrem Netzwerk willkommen.

In der Wahrnehmung der meisten Deutschen jedoch kam das erste Mal deutlich später. Mitte der 90er Jahre gewöhnten sich vor allem Studierende an das elektronische Versenden von Post. Heute sind laut dem Branchendienst Bitkom 60 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre E-Mail-Nutzer.

Laut einer Bitkom-Umfrage sehen die allermeisten diese Form der Kommunikation positiv. 88 Prozent der E-Mail-Nutzer sagen demnach, ihre Lebensqualität habe sich durch die elektronische Post erhöht. 89 Prozent der Nutzer geben an, E-Mails steigern ihre Flexibilität. 84 Prozent kommen durch sie leichter an Informationen. Bei 66 Prozent steigt die Arbeitsproduktivität. 61 Prozent sparen durch E-Mails Zeit.

Bildung und Alter
Bildungsgrad und Alter beeinflussen die Nutzung von E-Mails weiterhin stark. Nur gut 30 Prozent der Deutschen mit Hauptschulabschluss versendeten 2008 täglich private Mails. Bei Personen mit Abitur waren es mit 67 Prozent mehr als doppelt so viele.

Neben dem Bildungsgrad hängt die private E-Mail-Nutzung auch vom Alter ab: Von den 14- bis 29-Jährigen nutzen täglich rund drei Viertel E-Mails für private Kontakte. Bei den 45- bis 59-Jährigen ist es knapp die Hälfte, bei den über 60-Jährigen gut ein Viertel.

Unterschiede zeigten sich zudem beim Geschlecht. So verschicken 59 Prozent der Männer täglich private Mails. Bei den Frauen sind es lediglich 43 Prozent.

Bei den 14- bis 29-Jährigen konkurriert die klassische E-Mail mittlerweile mit Echtzeit-Technologien wie Chat und Messenger: Fast jeder zweite Surfer (45 Prozent) zwischen 14 und 29 Jahren unterhält sich via Chat mit anderen. Messaging-Dienste nutzen Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren besonders häufig - 94 Prozent der Mädchen und 86 Prozent der Jungen versenden Sofortnachrichten im Web. (nz/AP)