16.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
'Virtual Moon Atlas' am Bildschirm
Foto: ap-i.net
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mit dem «Virtual Moon Atlas», einem Klassiker der Weltraum-Software, kann man problemlos den Erdtrabanten umrunden und erkunden - vom heimischen PC aus. Und wem das nicht reicht, der nimmt auch noch den Mars dazu.
Mit dem 40. Jahrestag der ersten bemannten Mondlandung rückt der Begleiter der Erde wieder einmal in den Blickpunkt. Ein der interessanten Programme für den PC ist der «Virtual Moon Atlas», der in verschiedenen Versionen bereitsteht.
Mit dem kostenlosen Programm lassen sich selbst kleinste Krater finden und natürlich auch die Landeplätze der Apollo-Astronauten. Dazu gibt es zahllose Informationen zu wohl fast allen Punkten auf dem Mond. Der «Virtual Moon Atlas» greift dabei auf mehrere Datenbanken zurück und bietet so nicht nur eine genaue Karte des gesamten Mondes einschließlich der für uns nie sichtbaren Rückseite, sondern auch zahlreiche Fotos, die zum Beispiel von Astronauten gemacht wurden.
Wer ein Objekt von Interesse gefunden hat, kann über die rechte Maustaste ein Menü aufrufen, um nähere Einzelheiten und Bilder anzusehen, eigene Notizen anzulegen, eine Liste der Nachbarkrater abzurufen und vieles mehr. Im «Full Globe»-Modus kann man den Mond auch selbst in verschiedenen Geschwindigkeiten umkreisen und bekommt so auch die Rückseite zu sehen.
Mit dem Teleskop koppeln Wer will, lässt die Entfernungen zwischen zwei Kratern oder auch Kraterrändern berechnen. Das Programm zeigt auf Wunsch die aktuelle Mondphase, aber auch die Ansicht des Mondes zu jedem gewünschten Datum von jedem gewünschten Ort aus. Wer zuhause selbst ein Teleskop mit einer sogenannten Goto-Steuerung hat, kann dieses mit einiger Wahrscheinlichkeit mit dem Programm verbinden und für so die eigene Erkundung des Mondes nutzen.
Wer schon vorher wissen will, wie denn der Blick auf den Mond sein wird, gibt am PC die technischen Daten seines Teleskops mit Typ, Brennweite und Okulargröße ein und bekommt dann das Bild zu sehen, das das Teleskop liefern wird - wenn denn das Wetter mitspielt. Der Virtual Moon Atlas ist deshalb auch etwas für wolkenverhangene Tage.
Vom Mond zum MarsBei besonders interessanten Details kann man sich natürlich auch heranzoomen. Das ist sehr faszinierend, hier zeigt sich dann aber auch, dass die Erkundung des Mars zum Beispiel in den vergangenen Jahren größere Fortschritte gemacht hat als die des Mondes. Hochauflösende Bilder wie vom Mars gibt es für den Mond derzeit noch nicht. Das ändert sich erst jetzt gerade. Viele Länder haben Sonden zum Mond geschickt, um neue detaillierte Aufnahmen zu machen. Eine US-Sonde startete erst im vergangenen Monat.
«Virtual Moon Atlas» steht in der Grundversion nur in Englisch und Französisch zur Verfügung, ein deutsches Sprachpaket deckt derzeit nur die Version 3.0 ab. Installiert man es trotzdem, dann hat man zumindest ein deutsches Menü. Die Hilfe-Datei ist in Englisch. Das Programm läuft auf Rechnern ab Windows 95. Die Download-Dateien sind je nach Version unterschiedlich groß. Die kleinste, auch noch für ältere PC geeignete Version 3.5 «Light» ist 6,2 MB groß, die «Expert»-Ausgabe 14 MB und die Version «4.0 Pro» 422 MB. (Klaus Gürtler/AP)