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Microsoft beendet Verkauf: 

Bye-bye Windows XP

27. Jun 2008 17:58
In absehbarer Zeit nicht mehr auf der Startseite: Das XP-Logo
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Beliebt war es nie, aber zumindest beliebter als sein Nachfolger. Das Betriebssystem Windows XP kann nur noch wenige Tage gekauft werden, danach gibt es nur noch Vista - oder das Warten auf dessen Nachfolger.

Trotz anhaltend hoher Nachfrage stellt Microsoft am kommenden Montag den Verkauf seines Betriebssystems Windows XP ein. Das im Oktober 2001 eingeführte PC-System verrichtet bis heute seinen Dienst auf Millionen von Computern. Der Software-Marktführer empfiehlt seinen Kunden aber jetzt den Nachfolger Windows Vista und hat bereits die Entwicklung der nächsten Version eingeleitet, die vorerst als Windows 7 bezeichnet wird.

Einzelhändler und Hardware-Hersteller können Windows XP oder PCs mit diesem System auch weiterhin an Privat- und Unternehmenskunden verkaufen. Nachbestellungen bei Microsoft sind dann aber nicht mehr möglich.

Allerdings gibt es eine Geräteklasse, bei der Windows XP weiter aktuell ist: Für Anbieter von Mini-Notebooks wie den EeePC von Asus stellt Microsoft die Windows XP Home Edition noch bis 30. Juni 2010 zur Verfügung. Diese Computer sind aufgrund ihrer beschränkten Hardware-Ausstattung mit Windows Vista überfordert.

Updates noch bis 2014

Ursprünglich sollte der Verkauf schon im vergangenen Januar enden. Nach Protesten von Hardware-Herstellern, die auf den anhaltenden Bedarf verwiesen, ruderte Microsoft jedoch zurück. Vor allem Unternehmen hatten sich bislang schwer mit dem Umstieg auf den XP-Nachfolger Windows Vista getan.

Technische Unterstützung für XP will Microsoft noch geraume Zeit gewähren. Die bislang übliche Produktunterstützung läuft bis zum Jahr 2009. Sicherheitsmängel wird der Hersteller bis 2014 mit Software-Updates beheben.

Die großen Computerhersteller sind auf das Ende von Windows XP vorbereitet. «Wir liefern schon heute unsere Standard-PCs mit Windows Vista aus», teilte Deutschlands führender Computerbauer Fujitsu-Siemens in München mit. Geschäftskunden könnten jedoch auch nach dem Stichtag über eine mitgelieferte CD (Twin Load) XP installieren. Nach heutiger Planung soll diese Möglichkeit bis Ende Januar 2009 bestehen.

Selbst Intel mag kein Vista

Nach Angaben von Microsoft wurden von Vista bislang 140 Millionen Exemplare im Handel verkauft. Der Hersteller hatte das Betriebssystem Anfang vergangenen Jahres nach mehrfachen Verzögerungen und mit über fünf Jahren Abstand zum Vorgänger XP auf den Markt gebracht. Die erhoffte Akzeptanz bei Unternehmenskunden lässt allerdings weiter auf sich warten.

Selbst der Chiphersteller Intel, langjähriger enger Partner von Microsoft, will Medienberichten zufolge lieber auf den Vista-Nachfolger Windows 7 warten, der voraussichtlich in eineinhalb Jahren auf den Markt kommt. Wie die «New York Times» diese Woche berichtete, wird Intel die Computer seiner rund 80.000 Mitarbeiter nicht auf Vista umstellen. «Das soll Microsoft nicht schlecht machen, aber die Technologie-Mitarbeiter von Intel haben einfach keinen überzeugenden Grund für den Umstieg auf Vista gefunden», zitierte die Zeitung einen Mitarbeiter. (AP/dpa)

 
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