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Skype 3.1 mit Anruf-Bezahlfunktion ist fertig

15. Mrz 2007 15:54

Skype hat die Version 3.1 für die Windows-Plattform aus dem Beta-Test entlassen, nachdem vor nicht einmal einer Woche damit die Funktion Skype Prime vorgestellt wurde.
Die Funktion Skype Prime macht sich so bemerkbar, dass ein Angerufener einen so genannten «payment request» stellen kann und der Anrufer entscheidet, ob er für den Anruf bezahlen möchte. Hierbei beginnen alle Anrufe innerhalb des Skype-Netzes zunächst kostenfrei und können dann auf eine Bezahlung umgeschaltet werden. Außer herkömmlichen Sprachtelefonaten können auch Videoanrufe darüber abgewickelt werden.

Die Abrechnung erfolgt entweder pro Anruf oder minutenweise. Bezahlt wird über ein Skype-Kredit-Konto, von dem die Gebühren abgezogen werden und dem Angerufenen übertragen werden. Allerdings erhält der Angerufene die Skype-Kredite nicht direkt, weil diese zunächst in einer so genannten «holding box» gelagert werden. Diese werden dann über PayPal ausbezahlt. Der Anrufer muss sich also für diesen Dienst ein Skype-Kredit-Konto einrichten und der Angerufene muss in einem Land leben, das eine Auszahlung per PayPal erlaubt.

Skype will damit neue Geschäftsmodelle etablieren. So kann sich der Anbieter vorstellen, dass Unternehmen etwa Beratungen bereitstellen, die dann über Skype-Anrufe finanziert werden. Nach Skype-Auffassung könnte dieser Dienst auch eine Konkurrenz zu herkömmlichen Premium-Diensten im Festnetz- und Mobilfunkgeschäft werden. Als Vorteil preist Skype, dass der Dienst länderübergreifend angeboten werden kann. Im Festnetz- und Mobilfunkbereich muss pro Land immer eine separate Rufnummer angemeldet werden.

In der Instant-Messenger-Welt ist es lange üblich, nun zieht Skype endlich nach: Der Instant-Messenger-Bereich von Skype zeigt nun Tippen-Hinweise und informiert so darüber, dass ein Kontakt gerade dabei ist, eine Nachricht zu schreiben. Wartet man etwa auf eine Antwort eines Chat-Partners, sieht man so, dass er an einer Antwort schreibt.

Ein lokaler Suchkatalog namens SkypeFind soll helfen, bestimmte Firmen innerhalb eines Umkreises zu finden. Dieser Katalog kann von Skype-Nutzern selbst mit Informationen gefüttert werden. Der Suchkatalog selbst macht sich nicht selbst auf die Suche nach Informationen, sondern setzt ganz auf die Eintragung durch Menschen. Zudem können Suchergebnisse über das Skype-Interface kommentiert werden.

Skype 3.1 für die Windows-Plattform steht ab sofort kostenlos zum Download bereit. Zur Nutzung von Skype Prime wird eine entsprechend taugliche Skype-Version benötigt. Später soll diese Funktion auch in andere Skype-Plattformen integriert werden, derzeit ist das nur auf der Windows-Plattform möglich.

(nz/ Golem.de)

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