Freitzeitpläne für den Kanzler
07. Okt 2005 15:05
Curious Creatures wird Recht behalten. Schröder hat den Friedensnobelpreis nicht. Und am Sonntag wird er nicht mehr Kanzler werden. Warum sind wir da nicht gleich darauf gekommen? Dazu kann man den Mann eigentlich nur beglückwünschen. Wer will schon jahrelang 16 Stunden am Tag arbeiten, wo man doch in der gleichen Zeit auch indische Klassik hören kann. Oder man könnte Fernsehen sehen und sich wie Malorama über Beckmanns Kleinbürgerlichkeit aufregen. Nebenbei könnten der eigenen Tochter mal wieder wichtige Fragen beantwortet werden. Anschließend setzt man sich hin und bezeichnet zunächst die Top 10 der Blogger als Arschloch. Und dann sich selbst.Ok, und dann noch ein paar mehr Tipps zum Wochenende. Wirr aus den Blogs gegriffen: Niemals Parkplatzstreitigkeiten mit der Waffe klären (Lautgeben). Stattdessen sollte man sich besser an AOL verkaufen, Zielvorgabe sind 25 Millionen Dollar (selbr). Oder einen kleinen Hoax in Umlauf bringen (Thomas Knüwer). Zum Spaß könnte man dann mal wieder mit der Bahn so richtig zu spät kommen (Kai Pahl). Nur, um sich dann einen Kaffee ans Bett bringen lassen (Wortschnittchen) und dort zu versuchen, am CC-Poesie-Wettbewerb teilzunehmen (Netzpolitik). Dazu muss man sich nur ein paar Super-Sätze ausdenken (Word Company). Wenn das nicht gelingt, sucht man nach einer besseren Alternative (Real Life). Und stellt sich am Ende Fragen, die man sich noch nie gestellt hat (The Exit, großartig).