Tischlein deck dich!05. Jun 2007 10:13, ergänzt 13:07  |  Maus und Tastatur waren gestern. Für Surface zählen nur noch die Finger | Foto: Microsoft/PR |
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Microsofts neuer Tischcomputer, Nazischmierereien bei einem Blogger und Ärger wegen einer Nominierung zum Grimme Online Award. Wie immer dienstags: Blogblick
Microsoft hat seinen neuen Tischcomputer Surface
angekündigt
und viele Blogger reagieren prompt. Georg Holzer erklärt
worum es geht:
«Im Grunde genommen ist es ein Tisch mit einem eingebauten PC mit der Embedded-Version von Windows Vista. Bedient wird er lediglich mit Fingern und Händen.» Holzer gibt aber auch zu bedenken, dass der Preis von geschätzten 10.000 Dollar nicht kompatibel mit seinem Bankkonto sei.
Arkion.de
staunt:
«Willkommen am Wohnzimmertisch 2.0, willkommen in der Zukunft. Bald werden wir also daheim alle an einem 30″ Flatscreen Tisch sitzen und darauf gemeinsam Bilder betrachten, im Netz surfen oder Daten austauschen. Und auch in der Bar wird nicht mehr in der Speisekarte geblättert, sondern direkt auf dem Tisch durch das Angebot der leckeren Cocktails gezoomt und gescrollt.»
Robert Basic, Basic Thinkinking,
meint:
«Spannendes Produkt, das Microsoft zum Ende des Jahres rausbringen möchte. Nennt sich Surface Computer. Nicht nur spannend, sondern möglicherweise auch bahnbrechend, sobald es einigermaßen für die Konsumentenhaushalte erschwinglich ist.»
anty.at formuliert einige
Mindestanforderungen
an den neuen Computer: «* Bildschirm als Tischfläche * Kontrollierbar über die Tischfläche * Vernetzt mit allen Geräten wie Digitalkamera, Kreditkarte und natürlich dem Internet * intuitive Bedienung * Und nützlich sollte er auch sein… Also Pizza bestellen ohne aufstehen. ('Kann mal einer die Kreditkarte holen?')»
Der Florida sun Company kommt das alles ziemlich bekannt vor: «Vor einiger Zeit kursierte ein Video im Netz, das die
Arbeit von Jeff Han
zeigte: 'Multi-Touch Interaction Research' Displays.» Neugierig ist man
trotzdem.
Auch
hier
und
dort
wird auf Han verwiesen.
Im Blog Technophil macht man sich
Sorgen:
«Um diese Technik zu benutzen, muss nicht nur der Computer entwickelt und gekauft werden, sondern alle Geräte, die damit verwendet werden sollen, müssen eigentlich auch neu entwickelt werden, um drahtlos kommunizieren zu können. Ich glaube, so eine Schnittstelle ist schwerer zu handhaben als USB, und Treiberprobleme werden eine ganz neue Kategorie erreichen.»
Skeptisch
gegenüber Microsoft ist auch Wonko, Mit Donnerstagen kam ich noch nie zu Rande!: «Ich will ja nicht unken, aber wer MS kennt, der weiss, wie weit da der Weg von einer Technology Preview hin zu einem fertigen und kaufbaren Produkt ist. Immerhin reden wir hier vom ungeschlagenen König der Terminüberziehung.»
Von der Zukunft in die Gegenwart:
Rainer Kohnen, Betreiber des Parodie-Blogs Media Blöd,
veröffentlicht
Bilder, die wir eigentlich nicht mehr sehen wollten. Jemand hat seine Gartenmauer mit Hakenkreuzen und der Parole «Kohnen Sau Nestbeschmutzer» besprüht. Waren es Neonazis? Oder steht, wie in
einigen
Weblogs
diskutiert
wird, der Angriff im Zusammenhang mit Mediamarkt? Das Unternehmen hatte Kohnen im Januar abmahnen lassen.
Mehr im Internet: Kommentare der Woche |
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Anhang
+++ Preise: Die Nachnominierung von Mario Sixtus' «Elektrischem Reporter» für den Grimme Online Award sorgt unter Bloggern nicht nur für
Zustimmung
und
Begeisterung
. Schmerzen: Malte, Spreeblick, geht dahin, wo es
wehtut:
ins Blog
von Politically Incorrect. Hier werde nichts als Angst vor dem Islam geschürt. Und: «In der schönen freien Welt der Politisch Irrationalen sollen Menschen und vor allem die verhassten Gutmenschen verprügelt werden für etwas, was sie nicht nur nicht sind, sondern dessen Auswüchse sie auch noch mit viel Engagement bekämpfen.» Blogs: Marius, Maingold,
meint:
«Manchmal, und ganz besonders derzeit, kommt mir die Blogosphäre wie ein kleiner Schulhof vor. Am Anfang haben sich noch alle ziemlich lieb und kommen gut miteinander aus, aber sobald die ersten Jahre gemeinsam überstanden sind, man sich positioniert hat und es das erste Taschengeld gab, gibt es Ärger.» Thomas Knüwer, Indiskretion Ehrensache, hat sich sehr über einige Auslassungen des Medienforschers Siegfried Weischenberg
geärgert.
Er habe bei einer Diskussionsrunde über Blogs mit falschen Zahlen um sich geworfen. «Und noch eine Sache interessiert mich. Sie bezeichnen Weblogs als 'Zeitvernichtungsmaschine'. Würden Sie dies auch über die Kommentarseite von Zeitungen sagen? Oder über Unterhaltungsprogramme des Fernsehens? Wie definieren Sie als Wissenschaftler die sinnvolle Verbringung von Zeit?» +++ Kunst: Im Blog miagolare
ist man
«gespannt auf die wohl kommende Ausstellung der letzten Schaffensperiode Immendorffs. Ich möchte seine Auseinandersetzung mit dem Tod sehen, sein Gesicht der letzten Jahre sprach Bände.» Katti, polaroidmemories,
droht
angesichts des neuen Albums von Wir sind Helden: «Wer nochmal sagt, dass aus Deutschland gerade keine gute Musik kommt, wird von mir eigenhändig verhauen.» Technik: F!XMBR
verlinkt auf Bilder
vom Linux-Tag 2007. Sport: Was macht eigentlich das Bundesliga-Blog in der spielfreien Zeit? - Es
beschäftigt sich
mit Trikots, Trainern und Spielern. Schluss: Evil Eye Kitten ist
nicht mehr
.
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