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Unsere Weblog-Kolumne: 

Nichts mit Medien

25. Nov 2008 07:23
Gibt's jeden Tag aufs Neue: Tageszeitungen
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«Eine Chronik der düsteren Meldungen», «ein Gemetzel unter den westlichen Medien», «nur der Anfang»: Blogger zur Krise der Medien. Außerdem: Finanzkrise, Wintereinbruch, neue Pisa-Studie, neue Lara Croft. Der Blogblick.


Das Verhältnis vieler Medien zu den Bloggern - und umgekehrt - ist kein unbelastetes. Die einen werfen den anderen wahlweise Unprofessionalität , Unseriösität und Belanglosigkeit vor, die anderen sagen den einen ihr rasches Ende voraus oder verweisen auf Standesdünkel . So oder so, Zuneigung sieht anders aus.

Nun sind viele deutschsprachige Medien, egal ob Print oder Online , in der Krise. Doch von Beifall, Häme oder Hohn sind die meisten Blogger weit entfernt. Schaut man sich ihre Reaktionen einmal gründlicher an, so kommt man schnell zu dem Eindruck: Auch hier herrscht plötzlich große Ratlosigkleit vor.

Einen Kurzüberblick zum Thema gibt Timo Kotowski, Vanity Care, eingeleitet mit folgenden Worten: «Entlassungen, Sparprogramme, Redaktionszusammenlegungen, Umzüge - die Finanzkrise hat die Medienbranche erreicht. Aus Verlagen und Redaktionen kommen Hiobsbotschaften - eine Chronik der düsteren Meldungen.»

Olaf Kolbrück, Off the record ergänzt: «WAZ und SZ sind erst der Anfang, die Krise der Medien bedroht die Meinungsvielfalt und die Qualität der Medien. Angesichts der wachsenden Akzeptanz von Blogs spricht Berlin sogar bereits von einer asymmetrischen Bedrohungslage für die Zeitungslandschaft. Das Krisenmanagement der Bundesregierung ist nun gefragt.» Es folgen Rettungsvorschläge.

Was aber sagen jene, die beides sind - Blogger und Journalisten? Dirk von Gehlen, Digitale Notizen verweist auf einen Zeitungsartikel: « Gemetzel unter den westlichen Medien heißt der Beitrag in der NZZ, der sich mit der Medienkrise befasst und seinen Titel einem Zitat von Emily Bell vom Guardian entnimmt, die 'ein Gemetzel unter den westlichen Medien', erwartet: 'Niemand in meinem Geschäft hat das bis dahin im Griff.'»

Peter Schwierz, turi2.de, meint: «Wem die Medienkrise nicht längst auf den Magen geschlagen ist, dem sei der Beitrag 'Medienkrise - Die tiefe Angst mancher Verlage' des NDR-Medienmagazins Zapp empfohlen.» Stefan Niggemeier postet Auszüge «aus einem Vortrag des Medienmoguls Rupert Murdoch bei den diesjährigen 'Boyer Lectures' in Australien» und hat auch sonst viel zur Krise zu sagen. Über Deutschland hinaus weist ein Beitrag von Thomas Gigold, Medienrauschen: «Mit einem Anreizprogramm für im Zuge der US-Zeitungskrise gebeutelte Zeitungsschreiber will SixApart Journalisten vom Bloggen als Alternative überzeugen.»

Michael Neumayr, Nachrichtenfluss, geht es vor allem um die Perspektiven des journalistischen Nachwuchses: «Ob in einer solchen Medienwelt noch Platz für junge aufstrebende Journalisten ist? Man darf zumindest zweifeln. Und obwohl manche Studienkollegen noch immer nicht in Pessimismus verfallen wollen: Mit Pessimismus hat das schon lange nichts mehr zu tun. Realismus ist das richtige Wort und der gibt uns Jungjournalisten allen Grund unsicher herumzuschauen.»

Von wegen Medienkrise - Bloggerkrise!: «Der Blog ist tot. Denn alle Internetuser bloggen inzwischen, auf ihre Weise. Sogar der Kolumnist», schreibt das Schweizer «Magazin». Gefunden und verlinkt wurde der Artikel im Weblog Medienlese. Auch bei Falk Dübbert, Der Zeitgleiter, geht es um Blogs und Zeitungen: «Machen wir uns nichts vor, zwischen den toten Bäumen und den Blogs muss es etwas geben, dass sich hauptberuflich mit dem Pumpen von Nachrichten beschäftigt. Aber das müssen jetzt nicht die staatsfern gebührenfinanzierten unabhägigen Medien sein (...). Ich glaube, das Internet hat sich selbst ganz gut versorgt.»

Das Media-Blog versucht die Gründe der Krise zu verstehen: «Da ist zunächst einmal das Faktum, dass das Internet einen Crowding out- und Verdrängungseffekt für die Printwelt mit sich bringt. Nicht in allen Fällen, aber besonders junge und agile, Preis vergleichende Nutzer mit geringen Such- und Opportunitätskosten wenden sich kostenlosen Kanälen und Medien zu.» Und was schreibt das Weblog mit dem schönen Namen Was mit Medien? Lesen Sie doch selbst.



Anhang

Die Finanzkrise ist nun auch in der Welt der Träume angekommen, wie im Weblog Browserboy nachzulesen ist. Auch jenseits des Schlafs befassen sich nach wie vor viele Blogger mit dem Thema. +++ Am Wochenende grüßte der Winter und einige Blogger hießen ihn herzlich willkommen. Andere nicht. +++ PISA-Studie: Auch in den Weblogs wird nun erneut über Bildung diskutiert. +++ Dieser Tage kommt das Spiel Tomb Raider: Underworld in die Läden und auch Blogger daddeln mit.

 
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