19.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Nichts als Spielen: Games Convention in Leipzig
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Spiele, Partys, Systemanforderungen - was die Blogger von der Spielemesse Games Convention erwarten. Außerdem: Von der Frage zur Manipulation, Programmiersprache Wittgenstein, Aussehen wie Papa. Der Blogblick.
Große Spannung, großes Grauen: Wenn am
Mittwochabend in Leipzig die wahrscheinlich letzte Games Convention eröffnet wird, dann heißt es, so schnell wie möglich rein in die Messehallen. Aus zwei Gründen. Dort wartet jede Menge kurzweiliges Vergnügen und draußen findet das Eröffnungskonzert «Video Games Live» statt, eine
üble orchestrale Attacke auf die Ohren, gegen die selbst die Grunzlaute der schlimmsten Mutanten aus Killerspielen wahrhaft liebliche Melodien darstellen.
Was aber erwartet uns in den Hallen?
Welche Spiele werden vorgestellt? Welche Entwickler lassen sich wann genau mit Fragen nerven? Wer präsentiert den neuesten Konsolen-Schnickschnack? Im Detail werden wir es bald sehen und wem das zu lange dauert, der besucht direkt das
offizielle Blog zur Games Convention oder bedient sich in den Vorschauen einiger Blogger (von denen - aufgepasst! - nicht jeder ohne kommerzielle Interessen bloggt).
Da ist zum Beispiel das
Gamers Blog mit seinem
Ausblick auf
«Tomb Raider: Underworld». Fehlen darf dabei nicht die «Erinnerung für die männlichen GC-Besucher und natürlich auch für die weiblichen Fans: In Halle 3, Stand C20, am Eidos Stand, könnt Ihr das neue Croft-Model Alison Carroll bestaunen!!!» Drei Ausrufezeichen, besser hätte es Lara Croft auch nicht sagen können.
Guido, posterous, ist
auf jeden Fall «bereit für die Games Convention 2008 in Leipzig. Akkreditierung hab ich, Tickets für das Video Games Live Konzert (ein Symphonieorchester spielt Game-Musik) und geplant ist auch schon einiges. Ich freue mich auf
Behind Closed Door Demo Sessions für Mirror's Edge, Fallout 3 und Fable 2. Und Kojima-San ist da und verteilt Unterschriften. Und natürlich sehe ich mir auch Little Big Planet, Spore, Fifa 09 und Motorstorm 2 an.«
Auf
Joerg spielt empfiehlt Tjark Wewetzer «Ubisofts Rayman Raving Rabbids: TV Party für Wii (...). Vorausgesetzt, der französische Publisher lässt die Messebesucher den Titel auch anspielen. Und als langjähriger Sonic-Fan habe ich mein Auge darüber hinaus auf
Sonic Unleashed und Sonic Chronicles: Die Dunkle Bruderschaft von Sega geworfen.»
Das unabhängige Gaming-Blog
wearetheinternetz widmet der Spielemesse sogar den «Sonntagsfragebogen»: «Viele von euch werden nicht dort sein - wir schon. Deswegen wollen wir von euch wissen, welches Spiel euch interessiert, was wir vielleicht übersehen hätten? Raus mit der Sprache!» Höflicher hätte es wohl nur Lara Croft ausdrücken können. Interesse jedenfalls gibt es an den Spielen
Starcraft2, Spore, pes, hl2ep3, Alan Wake, Risen, Disciples 3, Dragon Age: Origins, Gothic3: Götterdämmerung, Halo Wars, «dem neuen halo teil, in dem man marines spielen soll» und Mafia 2.
Bernd, Riboblog, liefert viele Gründe für einen Spielemessebesuch, u.a. «dass es immer mehr in der Gesellschaft anerkannt werden wird, da ja inzwischen bereits 40 Jährige Menschen auch 'Zocker' sind weil sie auch schon zu Jugendzeiten mit dem Videospielen angefangen haben. Und in den nachfolgenden Generationen es immer populärer wurde. Daher wird das Videospielen bis in denke ich 15 bis 20 Jahren spätestens
ein ganz normaler Bestandteil des Lebens sein und nichts Abnormes!»
Ein bitterböses
Emo-Witzchen kann man sich im Blog
Nein, Alfred nicht verkneifen: «Ein absoluter Durchbruch wurde auf der Games Convention vorgestellt. Endlich können auch die Emos virtuelles Vergnügen erleben.» Das dazugehörende Bild steht
hier. Wer schon älter als 40 ist und den Anschluss an all diese
neuen Jugendbewegungen verpasst hat, erfährt
dort ein bisschen was über die Emos.
In der Schweiz, bzw. beim
Jordi Clan, heißt es: «Ach ja, jedes Jahr das Gleiche. Im Sommer offenbart sich die Spiele Wüste auf und man wartet schon wieder sehnsüchtig auf das
Weihnachtsquartal. Die Einleitung in spannendere Zeiten ist meistens die Games Convention.» Und bis dahin trösten die olympischen Sommerspiele.
Selbst jene, von denen man es so gar nicht erwartet, treten wegen der Games Convention ein wenig kürzer. Rechtsanwalt
Marian Härtel, Jurablogs, schreibt: «Ich muss mich bei den Stammlesern entschuldigen, dass die Updatefrequenz in letzter Zeit etwas nachgelassen hat. (...) Morgen Mittag geht es dann auch schon auf nach Leipzig, um 4 Tage lang Kollegen, Mandanten und Branchenteilnehmer einmal wiederzusehen, zu treffen und es einmal zu genießen, jeden Abend eine
kostenlose Party spendiert zu bekommen.»
Von der Frage zur Manipulation:
Alexander Svensson, Wortfeld, dokumentiert «
stille Post»: Wie aus einer US-Frage ein Manipulationsvorwurf in Deutschland wurde. +++
Vom Satz zum Zitat:
Peter Glaser, Glaserei, führt den «Faz.net»-Journalisten Marco Dettweiler auf unterhaltsame Art und Weise
vor. +++
Früh dran:
Mamassiv gibt eine
Vorschau aufs Public Viewing zur Fußball-WM 2010. +++
Ohne alles:
Micro Robert freut sich auf die «Programmiersprache Wittgenstein. Was man programmieren kann, soll schweigen. Also: eine Sprache ohne alles. No steep learning curve. Endlich.» +++
Lang und länger ist
dieser Blogeintrag von
Helmut Höge, Hausmeisterblog.
Wie sehe ich denn aus? fragt sich Robert Basic, Basic Thinking, nach einem Test der neuen Webanwendung
Yearbook Yourself. +++