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Externe Festplatten: 

Kleine Lagerhäuser für digitale Daten

18. Apr 2008 09:45
Irgendwann sind sie einfach voll: Festplatten
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Mal wieder ist alles voll auf dem Rechner. Aber es sind keine Daten dabei, die man endgültig löschen möchte. Da muss wohl eine externe Festplatte her. Aber welche? Die Netzeitung gibt einen Überblick.

Fotos, Filme und Musik - da quillt die Festplatte von PC oder Notebook schnell über. Die bequemste Art, den Speicher zu erweitern, ist der Anschluss einer externen Festplatte. Sie wird einfach per Kabel oder Wlan mit dem Rechner verbunden. Das Gehäuse des PC muss nicht aufgeschraubt werden, und auch sonst sind keine Veränderungen nötig. Das Betriebssystem erkennt die Platte in der Regel automatisch.

Externe Festplatten lassen sich nach ihren Anschlüssen in zwei Kategorien unterteilen. Besonders weit verbreitet sind Modelle mit USB-2.0-Anschluss. USB 2.0 ermöglicht eine Datentransferrate von bis zu 480 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das ist zwar ziemlich schnell, aber zu langsam, um Spiele oder andere aufwendige Programme direkt vom externen Speicher aus zu starten. Externe Festplatten eignen sich deshalb vor allem als zusätzlicher Speicher oder zum Anfertigen von Sicherungskopien.

Die zweite Kategorie umfasst Modelle mit Ethernet-Anschluss, die sich in ein Netzwerk einbinden lassen. Die Platte wird dann mit einem Router verbunden. «So können alle Rechner im Haushalt gleichzeitig auf den externen Speicher zugreifen», erklärt Peter Knaak, Computerexperte der Stiftung Warentest in Berlin.
Üblich ist hier eine Datentransferrate von bis zu 100 Mbit/s. Wer die schnellere 1000-Mbit/s-Variante - auch Gigabit-Lan genannt - nutzen will, sollte darauf achten, dass sie sowohl vom Router als auch von der Verkabelung unterstützt wird.

Datentransfer und Stabilität

Die in Hamburg erscheinende Zeitschrift «Computer Bild» hat in Ausgabe 7/2008 verschiedene externe Festplatten getestet. Dabei hat sich die USB-Variante als meist schneller erwiesen. Laut Peter Knaak lässt sich aber nicht pauschal sagen, dass Netzwerk-Platten langsamer sind. Denn es gebe auch sehr langsame USB-2.0-Varianten.

Ebenso wichtig wie das Tempo beim Datentransfer ist das Thema Stabilität. Schließlich liegen gerade die buchgroßen Gehäuse der USB-Festplatten oft auf dem Schreibtisch, wo sie herunterfallen oder Opfer eines umgekippten Kaffeebechers werden könnten. «Computer Bild» mutete den USB-Testgeräten jeweils zehn Stürze aus einer Höhe von 50 Zentimetern zu: Zwar wurden die Gehäuse in der Regel beschädigt. Doch die gespeicherten Daten wurden nur in zwei Fällen in Mitleidenschaft gezogen.

Zusätzliche Sicherheit bietet ein Serviceangebot wie das von Trekstor: Sollte dessen USB-Festplatte DataStation maxi m.ub im ersten Jahr nach dem Kauf kaputtgehen, versucht der Hersteller nach eigenen Angaben, die Daten wieder herzustellen - kostenlos. Sie werden dann auf eine neue Festplatte übertragen, die der Kunde zugeschickt bekommt. Wie viele kaputte Festplatten eingeschickt werden, ist allerdings ein Betriebsgeheimnis.

«Time Capsule»

Wer einen Wlan-Router mit einer Netzwerk-Platte verbindet, kann auf den Speicher drahtlos zugreifen. Apple ist noch einen Schritt weiter gegangen: Mit Time Capsule bietet der Hersteller eine externe Festplatte an, die drahtlos zu erreichen ist, weil sie einen eingebauten Wlan-Empfänger und -Sender besitzt. Das Gerät ist zwar speziell für die Mac-OS-Backup-Funktion Time Machine konzipiert, lässt sich aber auch mit Windows verwenden. Time Capsule kostet mit 500 GB Kapazität 299 Euro und mit 1000 GB 499 Euro.

«Herkömmliche» externe Platten sind weit günstiger: Der Preis für ein 500-GB-Modell mit USB-Anschluss beträgt rund 100 Euro. Netzwerk-Festplatten der gleichen Größe sind rund 70 Euro teurer. Soll das externe Speichermedium vor allem für Backups genutzt werden, sind nach Peter Knaaks Worten Modelle interessant, die die Datensicherung per Knopfdruck erledigen.

Stufenweise und differentielle Datensicherung

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn rät, Daten regelmäßig auf ein externes Medium zu speichern. Dabei wird zwischen der inkrementellen und der differentiellen Datensicherung unterschieden. Bei beiden Varianten werden die Daten zunächst komplett gesichert.

Bei der inkrementellen - stufenweisen - wird bei jeder späteren Sicherung nur noch gespeichert, was sich im Vergleich zum vorherigen Backup geändert hat. Das spart Platz und Zeit. Der Nachteil ist dem BSI zufolge, dass im Ernstfall zunächst die letzte Volldatensicherung aufs System übertragen werden muss und dann alle später angefertigten inkrementellen Sicherungen.

Bei der differentiellen Methode werden alle Daten gesichert, die sich seit der letzten Volldatensicherung verändert haben. Das braucht zwar mehr Platz und Zeit. Doch die Wiederherstellung der Dateien funktioniere unkomplizierter und schneller, so das BSI. (Sven Appel/dpa)


 
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