Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Flatrates für Mobilfunk und mobiles Internet: 

Schluss mit der Vielquatscherei

15. Apr 2008 15:35
Am besten nur ansehen: Handy
Bild vergrößern
E-Plus, Arcor, Congstar: Immer mehr Anbieter von Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen wollen den Kunden ihre Interpretation des Begriffes Flatrate aufzwingen. Wer das nicht akzeptiert, dem wird der Vertrag gekündigt.

Nun also auch noch Congstar: Wie das IT-Fachportal ZDNet unter Berufung auf Einträge in Handyforen berichtet, ist der Mobilfunk-Discounter Congstar seit Ende der vergangenenen Woche dazu übergegangen von sich aus Handy-Flatrate-Verträge zu kündigen.

Betroffen sein sollen demnach Kunden, die ihre SMS- oder Sprach-Flatrate häufig zu Verbindungspartnern im Ausland genutzt haben. Den Kunden sei der Vertrag fristgerecht, aber ohne Angabe von Gründen zum 1. Mai gekündigt worden. Viele der Betroffenen wollen dies aber nicht tatenlos hinnehmen, da in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) keine Einschränkung der SMS- und Sprach-Flatrates geregelt sei.

Arcor

Zuvor hatten bereits der Mobilfunkanbieter E-Plus und der Festnetzanbieter Arcor den Nutzern von Flatrates mit Kündigung gedroht oder deren Verträge fristgerecht gekündigt, wenn sie zu viel telefonieren. Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» berichtete jüngst, Arcor verschicke momentan Briefe an Kunden mit einer speziellen Auslands-Flatrate.

Dabei handele es sich um das Angebot «International flat 1». Wer diese Auslandsflatrate mehr als 50 Stunden im Monat nutze, werde von Arcor brieflich aufgefordert, weniger zu telefonieren oder die Flatrate zu kündigen.

Ein Arcor-Sprecher betonte gegenüber der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» das Recht des Unternehmens, die Flatrate zu kündigen. Man erlaube den Kunden nur, privat zu telefonieren. In der Vergangenheit aber sei mit Flatrate-Auslandstelefonaten vielfach Missbrauch festgestellt worden.

E-Plus

Noch einmal anderthalb Wochen zuvor hatte Base, die Discount-Marke von E-Plus, den ganzen Flatrate-Ärger mit einer Kündigungswelle gegen Internetsurfer auf mobilen Geräten begonnen. Kunden, die einen Flatrate-Datentarif für den mobilen Zugriff auf das Internet intensiv beanspruchten, wurde der Vertrag unter Hinweis auf die AGB gekündigt.

Die Firma warf den Nutzern vor, tagelang ununterbrochen im Netz zu surfen und dabei auch noch große Mengen Daten austauschen, wie Medien berichteten. Dem Webportal Onlinekosten.de liegt eines der Kündigungsschreiben vor. Darin heißt es: «Ihre Verbindung wird fast ausschließlich zum Aufbau und Halten von Dauerverbindungen über mehrere Tage und zur permaneten Datenübertragung verwendet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Sie unsere Mobilfunkdienstleistungen nicht auf der mit uns vereinbarten Grundlage nutzen und damit gegen unsere AGB verstoßen.»

Verbraucherzentralen

Einige Verbraucherzentralen gaben indes bekannt, die gekündigten Mobilfunkkunden zu unterstützen. Gegen die Kündigungsbriefe von Arcor hat die Verbraucherzentrale NRW bereits eine Unterlassungsklage vor Gericht eingereicht. Auch andere Verbraucherzentralen beschäftigen sich nach Medienberichten intensiv mit dem Thema. (nz)


 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Zum Tarifrechner
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.