Computer- und Videospiele:
Grusel zum Mitnehmen
14. Apr 2008 12:41
 |  Da klappern die Skelette: Szene aus "Castlevania" | Foto: dpa |
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«Castlevania», «Ninja Reflex», «Assassin's Creed» - neue Spiele für die mobilen Konsolen sind da. Auch dabei: «Arctic Tale», ein Spiel für Kinder, das sich mit dem Klimawandel am Nordpol auseinandersetzt.
Vampirjäger und Ninjas, ein finsterer Geselle zur Zeit der Kreuzzüge und ein kleiner Eisbär in der Antarktis: Die Hauptfiguren der neuen Spiele für die mobilen Konsolen könnten kaum unterschiedlicher sein.
Nach zuletzt jeder Menge Titel rund um den Klempner Mario, um schnelle Autos und das Fußballspielen war es aber auch an der Zeit, dass wieder verstärkt andere Themen Einzug halten auf Sonys Playstation Portable (PSP) und der DS von Nintendo.
«Castlevania»
Der Vampirjäger - Richter Belmont heißt er - kommt beim Klassiker «Castlevania» zum Zuge, den Konami jetzt für die PSP herausgebracht hat. In «Castlevania - The Dracula X Chronicles» hat er eine große Aufgabe: die Rückkehr von Dracula verhindern. Seine wichtigste Waffe ist eine Vampir-Peitsche. Damit muss sich Belmont unter anderem gegen schlurfende Untote, riesige Fledermäuse und meterhohe, Feuerbälle schleudernde Monster zur Wehr setzen. Endpunkt des Spiels ist Draculas Schloss, wo Belmonts Freundin Annette von Blutsaugern gefangen gehalten wird. Der Weg dorthin wird in typischer Jump'n'run-Manier zurückgelegt: Punkte sammeln, die eigene Lebensenergie auffrischen und Waffen finden, mit denen die immer mächtiger werdenden Gegner besiegt werden können. «Castlevania - The Dracula X Chronicles» kostet rund 35 Euro.
«Ninja Reflex»
Electronic Arts (EA) hat sich für einen neuen DS-Titel eine Figur vorgeknöpft, die bei Videospielern ähnlich populär ist wie Vampire: den Ninja. Einen solchen japanischen Kämpfer im schwarzen Kittel steuert der Spieler bei «Ninja Reflex». Hier geht es aber gar nicht ums Kämpfen: Dem Namen entsprechend steht das Trainieren der Reflexe im Mittelpunkt, also der Reaktion und Präzision beim Ausführen von sechs typischen Ninja-Aufgaben. Eine davon besteht im Schleudern von Wurfsternen, eine andere im Fischen von Kois mit der bloßen Hand.
 |  Szene aus "Ninja Reflex" | Foto: dpa |
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Bei einer dritten geht es darum, mit Essstäbchen Fliegen zu fangen und in eine sich drehende Schale zu legen. Ziel ist es, sich bis zum schwarzen Gürtel hochzuarbeiten. Für die nötige Japan-Stimmung sorgen die Namen der Aufgaben - Shuriken für das Kampfsterne-Werfen oder Hashi für das Fliegenfangen - und der langbärtige Lehrer Sensei. Er führt angenehmerweise per Sprachausgabe und nicht nur mit Hilfe von Texten durch das Spiel - auf Deutsch und nicht auf Japanisch. «Ninja Reflex» kostet etwa 30 Euro.
«Assassin's Creed»
Auf den großen Konsolen hat Altaïr bereits für ähnlich großes Aufsehen gesorgt. Jetzt bringt Ubisoft den finsteren Helden und das Spiel «Assassin's Creed» auch für die DS heraus - zeitgleich mit der PC-Version. Die Geschichte spielt im Jerusalem des späten 12. Jahrhunderts, setzt aber vor der Handlung der Varianten für die Xbox 360 und die Playstation 3 an. Altaïr muss hier dem heiligen Abendmahlskelch hinterherjagen. Wer diesen besitzt, kann den Ausgang des gerade im Heiligen Land tobenden Kreuzzugs beeinflussen. Der Touchpen der DS kommt unter anderem zum Einsatz, um anderen Spielfiguren Informationen zu entlocken oder Gegenstände zu klauen. «Assassin's Creed - Altaïr's Chronicles» steht mit der Altersfreigabe «12» und für rund 40 Euro in den Läden.
«Arctic Tale»
Vor allem für Kinder gedacht ist ein DS-Titel, den Zoo Digital Publishing und National Geographic herausgebracht haben. Schauplatz von «Arctic Tale» ist der Nordpol. Und dort sieht es - Stichwort Klimawandel - derzeit alles andere als rosig aus. Als kleiner Eisbär oder auch als junges Walross müssen die Spieler alles daran setzen, in ihrem sich verändernden Lebensraum zurechtzukommen. Das heißt, dass zum Beispiel brüchige Eisschollen zu überqueren sind. Eine entscheidende Rolle spielt die Nahrungssuche - bei der zum Beispiel der kleine Eisbär schnell lernt, dass Schneehasen für ihn kaum zu erwischen sind. Das Spiel begleitet offiziell den Anfang April auf DVD erschienenen Dokumentarfilm «Königreich Arktis». Es soll nicht nur Zeitvertreib sein, sondern auch einen Lerneffekt haben. Zum Preis von rund 30 Euro ist es erhältlich. (Florian Oertel/Sven Appel/dpa)