09. Apr 2008 19:51
Er kann nicht auslaufen und hat einen festen, gummiartigen Kern. Ein Forscher des Frauenhofer-Instituts hat einen Akku entwickelt, der nicht mehr in Flammen aufgeht. Bis der Akku marktreif ist, dauert es allerdings noch.
Der Unterschied zu den seit etwa fünf Jahren eingesetzten Batterien, die besonders haltbar sind und eine hohe Kapazität besitzen: Der neue Energiespeicher hat einen festen, gummiartigen und nicht entflammbaren Kern, wie Möller am Mittwoch in Würzburg erläuterte. «Dadurch verbessert sich die Sicherheit der Lithium-Ionen-Akkus erheblich», sagte der Wissenschaftler. Zudem könne der Akku durch seine feste Substanz nicht auslaufen. Der Inhalt der bisher eingesetzten Lithium-Ionen-Akkus sei dagegen flüssig und überhitze leicht.
Möller räumte ein, dass noch etwa drei bis fünf Jahre Entwicklungsarbeit nötig seien, bis diese neue Batteriegeneration marktreif sei. Insbesondere die Leitfähigkeit des Energiespeichers müsse noch verbessert werden. Ein Prototyp des neuen Akkus soll auf der Industrieschau Hannover Messe vorgestellt werden.
Bei ihrer Arbeit verwendeten die Forscher einen Kunststoff (Polymer) aus der Stoffgruppe der sogenannte Ormocere. Das sind Verbindungen mit Silizium-Sauerstoffketten, die ein anorganisches Gerüst bilden, an dem organische Seitenketten hängen. Nach einigen Veränderungen an diesen Verbindungen sei ein Kunststoff entstanden, der vergleichbare Eigenschaften wie die bislang verwendete Akku- Substanz habe, insbesondere mit Blick auf die Haltbarkeit. (dpa)