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Videoclips im Internet: 

Flickr wird zum Video-Portal

09. Apr 2008 15:44
Yahoo schlägt nur trilweise den Weg von Youtube ein
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Eine neue Videoplattform eröffnen, ohne Youtube anzugreifen: Dieses paradoxe Geschäftsmodell will Yahoo mit Flickr verwirklichen. Auf dem Bildportal dürfen Nutzer bald auch Kurzvideos veröffentlichen.

Der Internet-Konzern Yahoo hat seine Fotoplattform Flickr erweitert: Nutzer können dort ab sofort auch Videoclips speichern und veröffentlichen. Das Angebot unterliegt aber einigen Beschränkungen. Dateien hochladen können nur Premium-Kunden, die jährlich rund 25 Dollar Mitgliedsbeitrag zahlen.

Die Länge der Filme ist auf 90 Sekunden begrenzt, die Dateigröße darf nicht 150 Megabyte überschreiten. Yahoo sieht das Angebot nicht als Konkurrenz zum führenden Video-Portal Youtube, das dem Rivalen Google gehört. Das Unternehmen begründete die Beschränkungen damit, dass Nutzer bei Flickr nur selbst produzierte Inhalte einstellen sollten.

«Die Grundidee besteht darin, Augenblicke festzuhalten», sagte Sprecher Oliver Sturz am Mittwoch in München. In diesem Zusammenhang seien die Kurzfilme als «lange Fotos» gedacht. «Viele Menschen tendieren heute stärker zum bewegten Bild und zum Kurzvideo, die sie mit ihren Digitalkameras oder Mobiltelefonen aufnehmen», sagte Terry von Bibra, Chef von Yahoo Deutschland.

Keine Rivalität

Eine Rivalität zu Youtube sieht Sturz nicht: «Wir verfolgen einen anderen Ansatz.» Die Zielgruppe seien «fotobegeisterte Menschen», denen man nun eine Erweiterung für bewegte Momentaufnahmen anbiete. Bei Youtube seien dagegen auch umfangreiche fremdproduzierte Inhalte zu finden. Das führende Portal erlegt seinen Nutzern deutlich weniger Beschränkungen auf. So kann jeder kostenlos Videos hochladen, zudem dürfen die Dateien bis zu einen Gigabyte groß sein.

Flickr verzeichnet nach eigenen Angaben monatlich 42 Millionen Besucher aus der ganzen Welt. Zahlen für Deutschland nennt das Unternehmen nicht. Yahoo hatte die Plattform 2005 erworben. Der Internet-Konzern kämpft derzeit gegen einen Übernahmeangriff des Software-Riesen Microsoft und stellte in den vergangenen Wochen zahlreiche neue Dienste vor. (dpa)


 
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