08. Apr 2008 09:01
Soziale Netzwerke wie Myspace oder StudiVZ sind nicht nur bei den Usern beliebt. Cyber-Gangster schleusen hier gerne Trojaner und Spionage-Software ein. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie eines Online-Sicherheitsdienstes.
Die Angreifer nutzten auch Schwachstellen der Webseiten aus, um Trojaner und Spionage-Software in die Computer einzuschleusen. «In den meisten Fällen ist es nicht einmal notwendig, dass der Anwender bewusst etwas herunterlädt oder anklickt», warnte Symantec am Dienstag.Im vergangenen Jahr seien mehr als fünf Mal so viele neue Schadprogramme entdeckt worden wie 2006. Dabei falle eine zunehmende Vernetzung und Arbeitsteilung der Netz-Kriminellen auf. Die Angriffswerkzeuge würden weltweit modifiziert und in sogenannten Toolkits zusammengeführt, die von «Untergrundservern» heruntergeladen werden können. Gut ein Viertel aller weltweiten Phishing-Seiten gehe auf nur drei solcher Toolkits zurück, stellte Symantec fest.
Nach wie vor blüht auch der Markt für gestohlene Informationen. Daten mit finanzieller Relevanz machten dort im zweiten Halbjahr 2007 insgesamt 53 Prozent der Angebote aus, Informationen zu Bankkonten wurden mit 22 Prozent des Gesamtaufkommens am häufigsten angeboten.