04. Apr 2008 17:07
Die Umsätze von Murdochs Online-Sparte sind nicht so gut wie erwartet. Netzwerke wie Myspace boomen zwar, die großen Werbeinvestitionen bleiben aber aus. Der Medienzar feilt jetzt an einer neuen Strategie.
Der für die Umsätze der Internet-Sparte Fox Interactive Media verantwortliche Topmanager muss gehen, kündigte Fox Interactive am Donnerstagabend an. Der Bereich verfehlt Medienberichten zufolge im laufenden Jahr sein Umsatzziel deutlich. Zu der Sparte gehören unter anderem das Online-Netzwerk Myspace sowie die Videospiele- und Kino-Website IGN. Online-Netzwerke wie Myspace oder der Wettbewerber Facebook, an dem der Softwareriese Microsoft beteiligt ist, werden zwar immer populärer. Die Betreiber haben bisher aber Schwierigkeiten, dies in die erhofften Umsätze umzumünzen. Trotz des allgemeinen Booms von Online-Anzeigen ist die Werbebranche noch vergleichsweise zögerlich bei großen Investitionen im Bereich der Netzwerke.
Fox Interactive wird den Berichten zufolge in seinem im Juni endenden Geschäftsjahr über zehn Prozent hinter der Umsatzprognose von einer Milliarde Dollar zurückbleiben. Das Unternehmen selbst sieht sich «nahe am Zielwert».
Auf der Suche nach der richtigen Strategie im Online-Markt prüfte Fox Interactive laut früheren Berichten auch ein Zusammengehen mit dem Internet-Konzern Yahoo. Beide Seiten sprachen demzufolge über eine mögliche Integration von Myspace in Yahoo im Gegenzug für eine Beteiligung von Fox Interactive an dem Internet-Unternehmen. Yahoo wehrt sich derzeit gegen ein Übernahmeangebot des Softwareriesen Microsoft und sucht dabei nach Verbündeten. (dpa)