Schutz von Laptops:
So ist das Notebook rundum gesichert
01. Apr 2008 11:58
 |  Sicher: Webseite von G Data | Screenshot: nz |
|
Die auf PC-Sicherheit spezialisierte Firma G Data packt in einem neuen Angebot den Virenschutz mit Backup- und Verschlüsselungsfunktionen für Laptops zusammen. Sogar ein Drahtschloss wird mitgeliefert.
Ein spezielles Sicherheitspaket für Notebooks hat die Bochumer Software-Firma G Data aufgelegt. Es verbindet den Schutz vor Windows-Attacken aus dem Internet mit einer Backup-Lösung und einem «mobilen Safe» zur Verschlüsselung von Dateien.
Nach Installation und Neustart der «Notebook-Security» erscheint statt der gewohnten Windows-Umgebung erst einmal ein Linux-System - jetzt kann das Windows-System von außen auf Viren untersucht und auch repariert werden.Die Viren-Datenbank auf der CD ist beim Kauf im Laden allerdings schon überholt. Deswegen bietet die Software ein Werkzeug an, um eine solche Boot-CD mit Linux und aktuellen Virendaten in wenigen Schritten selbst zu erstellen. Der wichtigste Bestandteil des Schutzprogramms ist AntiVirus, der Virenscanner und ständig im Hintergrund wachsame Virenwächter.
AntiVirus
In der Standardeinstellung schaut AntiVirus jede Stunde im Internet beim G-Data-Server nach, ob es neue Informationen über aktuelle Schadsoftware gibt. Ist das Notebook offline, lässt sich der Virenwächter mit einem rechten Mausklick auf das Icon in der Taskleiste kurzfristig ausschalten. Der aktive Virenwächter leistet zuverlässig seinen Dienst und schlägt etwa sofort Alarm, wenn ein Wert in der Windows-Registrierung geändert wird.Sicherheit kostet Arbeitsspeicher. Auf dem Test-Notebook belegte «Notebook-Security» direkt nach der Installation mit allen Standardeinstellungen rund 160 MB RAM und damit 90 MB mehr als das zuvor installierte Virenschutzprogramm mit geringerem Funktionsumfang.
Um bei der PC-Arbeit mit einem älteren Notebook nicht von der Sicherheit ausgebremst zu werden, kann man die Sicherheitsstufe von hoch auf mittel heruntersetzen. Dann ist nur noch eine der beiden als «Engine» bezeichneten Analyse-Einheiten aktiv, was nach dem Neustart immerhin rund 70 MB im RAM einspart.
Backup auf dem Online-Server
Die Firewall ist nach der Installation noch unwissend, lernt aber schnell, welche Programme aufs Internet zugreifen dürfen. Für die E-Mail gibt es einen gesonderten Spam-Filter. Ein Web-Filter blockiert Werbung und ermöglicht das bequeme Löschen der beim Surfen anfallenden Daten. Auch lässt sich hier im Sinne eines Kinderfilters der Besuch bestimmter Webseiten unterbinden sowie die Computernutzungszeit überwachen.Die Backup-Funktion bietet Online-Speicherplatz im Umfang von einem Gigabyte auf einem G-Data-Server - allerdings nur für die Dauer des Bezugs der Virendaten, also mindestens ein Jahr nach Installation des Programms, sofern die Lizenz nicht erneuert wird.
Praktisch zu bedienen ist das Werkzeug TopSecret, das alle Daten eines Ordners in einen verschlüsselten Safe legt. Im Fall eines Diebstahls sind so wenigstens die vertraulichen Daten geschützt. Außerdem lassen sich so auch private Daten auf einem von mehreren Personen genutzten Notebook verstecken. Für die Prüfung der Zugangsberechtigung wird neben einem Passwort auch die biometrische Identifizierung mit einem Fingerabdruck-Lesegerät unterstützt.
Systemvoraussetzungen
Die «Notebook-Security» von G Data kann auf jedem Notebook mit Windows ab 2000 installiert werden. Für ein flüssiges Arbeiten sollte ausreichend Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen; die in den Systemvoraussetzungen genannte Mindestausstattung von 256 MB reicht da kaum aus.
Die Software-Box enthält auch ein einfaches Drahtschloss, mit dem man das Notebook physisch an die Kette legen und so vor Diebstahl sichern kann. Das mit einem ausführlichen gedruckten Handbuch ausgestattete Paket kostet 59,95 Euro, eine Dreierlizenz gibt es für 79,95 Euro. (Peter Zschunke/AP)