Tauschbörsen im Netz: 

netzeitung.deFilesharer sind in Wuppertal derzeit sicher

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Wo geht's hier nach Wuppertal?: The Pirate Bay (Foto: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wo geht's hier nach Wuppertal?: The Pirate Bay
Foto: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Tausende IP-Adressen von vermeintlichen Tauschbörsennutzern wurden jüngst in Wuppertal zur strafrechtlichen Ermittlung eingereicht. Nur: Die zuständige Staatsanwaltschaft weigert sich, ihre Arbeit zu tun.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal lehnt neuerdings strafrechtliche Ermittlungen gegen Nutzer von Tauschbörsen ab. Nach Recherchen der Tageszeitung «Wuppertaler Rundschau» und des Branchenportals «Heise.de» werden Anzeigen der Musikindustrie und deren Anwälten dort zurzeit nicht bearbeitet.

Der Musikindustrie gehe es nicht um eine Bestrafung der Tatverdächtigen, «sondern um die Ermittlung der Nutzernamen, um Schadensersatzansprüche geltend zu machen oder nachträgliche Abmahnungen zu erteilen», begründete Wolf Baumert, Pressedezernent der Staatsanwaltschaft Wuppertal, diesen Schritt. Er hält bereits die Aufnahme von Ermittlungen für «unverhältnismäßig». Schließlich verfolgten Tauschbörsennutzer «keinerlei finanzielle Interessen».

Bei der Wuppertaler Staatsanwaltschaft seien im Januar und Februar 2008 von Rechteinhabern und Anwälten rund 2000 IP-Adressen zur weiteren Ermittlung eingereicht worden.

Die Musikindustrie geht nun offensichtlich gegen die Arbeitsverweigerung der Staatsanwaltschaft vor. Der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf als übergeordnete Behörde lägen mittlerweile zahlreiche Beschwerden von Rechteinhabern und Rechtsanwälten vor, sagte Baumert.


Für das Web ediert von Maik Söhler