Gefiltertes Web:
Wie China das Internet zensiert
18.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Um einen Zugriff etwa auf BBC-Online unmöglich zu machen, wird unter anderem verhindert, dass Browser-Eingaben wie www.bbc.co.uk mit einem sogenannten Domain Name Server (DNS) in die technisch notwendige Zieladresse in Form einer IP-Adresse (212.58.251.202) übersetzt werden.
Gleichzeitig wird der Zugriff auf diese Server-Adressen blockiert, so dass Internet-Anwender auch mit der direkten Eingabe der IP-Adresse nicht zum Ziel kommen. Die beiden Methoden, DNS-Filter und IP-Blocker, sind technisch gesehen vergleichsweise einfach umzusetzen.
Der Filter erfasst den gesamten Netzverkehr, der in den Datenpaketen des Internet-Protokolls TCP/IP erfolgt. Damit scannt die «Great Firewall» nicht nur den Aufruf von Webseiten (Protokoll HTTP), sondern auch Dateiübertragungen (FTP) oder die Übertragung von E-Mails (POP).
Von besonderer Bedeutung für die Internet-Zensur in China sind Suchmaschinen. Wie der heimische Anbieter Baidu unterwerfen sich auch ausländische Unternehmen wie Google (google.cn) einer umstrittenen Selbstzensur, in dem sie eigenhändig systemkritische Inhalte aus den Suchergebnissen herausfiltern. (dpa)

