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Computer- und Videospiele: 

«Fifa Street 3»: Fernando Alonso schießt – Tor!

13. Mrz 2008 12:58
Unschlagbar, zumindest für Anfänger: Das Team Englands in
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Wer vom neuen Konsolenspiel «Fifa Street 3» tollen Straßenfußball erwartet, wird bitter enttäuscht. Stattdessen kommen hier Renn- und Kampfsportfans voll auf ihre Kosten, meint Maik Söhler.

Wenigstens eine Regel gilt: Das Runde muss ins Eckige. Ansonsten aber hat das neue Konsolenspiel «Fifa Street 3», das es seit kurzem für die Playstation 3 und seit ganz kurzem auch für Nintendo DS gibt, mit Fußball nicht viel zu tun. Zumindest nicht mit dem Fußball, wie wir ihn bisher kannten.

Gut: Es treten Straßenfußballer gegeneinander an – auf Hausdächern, an Stränden, im Training oder im Match, auf Rasen oder Beton. Und sie müssen möglichst viele Tore schießen, um zu gewinnen, bzw. Tore des Gegners verhindern, um nicht zu verlieren. Wer sich aber allein daran hält, wird eine Packung nach der anderen bekommen.

Denn der Rest des Spiels, und das sind mehr als 90 Prozent, besteht aus einer Mischung aus Renn- und Kampfsporteinlagen, aus Akrobatik und Turbo-Aktionen, aus Kriegsspiel-Geräuschen und Hiphop-Poser-Attitüde.

Die die Wände hochgehen

Anfangs meint man, man habe eine interaktive «Matrix»-Variante statt eines Fußballspiels eingelegt. Da laufen Spieler an Wänden hoch, drehen sich schneller um die eigene Achse als ihr Schatten und knallen den Ball mit einem Tempo aufs Tor, für das man in der Zeitlupe eine Zeitlupenzeitlupe bräuchte. Wayne Rooney hampelt - wie einst Neo um Smith - um seine Gegner herum, Frank Lampard springt höher, als es noch der beste Kung-Fu-Heini je könnte.

Man merkt sofort: Hey, vergiss die Fußballregeln und schalte in den «Need for Speed»- oder «Genji»-Modus um. Man braucht nämlich, um mithalten zu können, tausend kleine Tricks – mit dem Körper, mit und ohne Ball, mit und ohne Gegner. Erst dann kommen die eigenen Figuren so richtig in Fahrt.

Gamebreaker

Was bei Rennsportspielen der Turbo oder Boost, ist bei «Fifa Street 3» der sogenannte Gamebreaker. Der Gamebreaker ist eine Tempo-Passage, die den Gegner wehrlos auf dem Feld rumstehen lässt und mit Sicherheit zum Tor fürs eigene Team führt.

Im Gegensatz zu vielen Rennsportspielen ist der Gamebreaker aber nicht einfach auf Knopfdruck abrufbar. Je mehr Tricks einer draufhat und anwendet, desto eher bekommt er seinen Gamebreaker. Welche Tricks es sind und wie man sie einsetzt, das muss der Spieler selbst herausfinden.

Online spielen

«Fifa Street 3» gegen die Konsole zu spielen, ist anfangs schwierig. Es geht alles viel zu schnell. Und wer es verpasst, ein Profil einzurichten, wird den Anfänger-Status niemals loswerden. Hinzulernen können die eigenen Spieler nämlich nur, wenn zuvor ein Profil erstellt wurde.

Später hat das Spiel dann doch was mit dem richtigen Fußball gemeinsam. Wenn man online gegen andere Spieler antritt, die das Ganze eindeutig besser beherrschen als man selbst, wenn man, anders gesagt, sich eine Klatsche nach der anderen abholt, dann stellt sich schnell das vertraute Gefühl ein, das man als Fan von Werder Bremen regelmäßig nach Europapokalspielen hat – diese dumpfe Mischung aus Wut, Frust und Erniedrigung.

Genau das haben Fußballfans von «Fifa Street 3». Akrobatische Rennsportfans, die auch mal ein Tor schießen wollen, werden dagegen umso besser bedient.

Fifa Street – EA Sports, März 2008, um die 60 Euro - ist von uns auf der Playstation 3 gespielt worden. Es steht auch für Nintendo DS und die Xbox 360 zur Verfügung.

 
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