Datensicherheit im Netz:
Ebay ist nicht ganz dicht
Die von «Falle Internet» beschriebene Möglichkeit des Missbrauchs entsteht durch das Einbinden von aktiven Inhalten wie Flash-Animationen auf den Auktionsseiten. Über solche aktiven Inhalte ließen sich mit Hilfe von sogenannten Schadprogrammen Daten ausspähen und manipulieren. Dieses sogenannte Cross-Site-Scripting sei ein bereits seit Jahren bekanntes Problem, sagte Daniel Bachfeld, Redakteur des Fachmagazins «c't».
Der nicht eingetragene Verein «Falle Internet» hält diese Hürden für zu niedrig und fordert von dem Auktionshaus, interaktive Flash-Inhalte generell vom Marktplatz zu verbannen. «Hacker haben über Phishing-Mails genügend Ebay-Accounts», sagte Burkhard Müller von «Falle Internet».
Ebay-Sprecher Nerses Chopurian schätzt einen möglichen Missbrauch über den geschilderten Weg dagegen als eher theoretisch ein. Eine Herausforderung für die Sicherheit stellten viel eher ganz normale Schadprogramme wie Trojaner dar, sagte Chopurian. «Der Aufwand wäre für einen Verbrecher sehr hoch, das können Sie mit normalem Phishing viel effektiver haben.»
Ebay setzt als zusätzliche Schutzmaßnahme nach eigenen Angaben bereits Technologien ein, um solche Schadsoftware zu erkennen und entsprechend manipulierte Angebote zu entfernen. (dpa)

