Nach einem ähnlichen Fall von möglichem Missbrauch hatte Ebay die Nutzung solcher aktiver Inhalte mit JavaScript oder Flash im September 2005 an bestimmte Kriterien geknüpft. Seither dürfen nur als vertrauenswürdig geprüfte Nutzer wie Power-Seller mit mindestens 500 Bewertungen oder PayPal-Mitglieder solche Elemente in ihre Seiten einbinden.Der nicht eingetragene Verein «Falle Internet» hält diese Hürden für zu niedrig und fordert von dem Auktionshaus, interaktive Flash-Inhalte generell vom Marktplatz zu verbannen. «Hacker haben über Phishing-Mails genügend Ebay-Accounts», sagte Burkhard Müller von «Falle Internet».
Ebay-Sprecher Nerses Chopurian schätzt einen möglichen Missbrauch über den geschilderten Weg dagegen als eher theoretisch ein. Eine Herausforderung für die Sicherheit stellten viel eher ganz normale Schadprogramme wie Trojaner dar, sagte Chopurian. «Der Aufwand wäre für einen Verbrecher sehr hoch, das können Sie mit normalem Phishing viel effektiver haben.»
Ebay setzt als zusätzliche Schutzmaßnahme nach eigenen Angaben bereits Technologien ein, um solche Schadsoftware zu erkennen und entsprechend manipulierte Angebote zu entfernen. (dpa)