10. Mrz 2008 09:36
Noch immer steckt die Musikindustrie in der Krise, doch ein Ende scheint absehbar: Songs aus dem Netz werden seltener geklaut und häufiger bezahlt. Gleichzeitig stieg der Ladenverkauf von CDs wieder an.
Dies geht nach Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie vom Sonntag aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Der Verband bestätigte damit einen entsprechenden «Spiegel»-Bericht. Für die Studie seien 10 000 Menschen befragt worden. «Wir führen das auf den massiven rechtlichen Druck im letzten Jahr zurück», sagte Verbandsvorsitzender Dieter Gorny dem Nachrichtenmagazin. «Unser Ziel ist es, die Internet-Piraterie auf ein tolerables Maß zu reduzieren. Dabei setzen wir neben individueller Rechtsverfolgung vor allem auf mehr Verantwortung bei den Providern.»
Die legalen Downloadangebote im Internet verzeichneten im vergangenen Jahr weiter Zuwachs. So seien 35 Millionen Einzelsongs über das Internet verkauft worden - zehn Millionen mehr als 2006, sagte Verbandsgeschäftsführer Stefan Michalk. Dazu kämen 2,6 Millionen sogenannte Bundles, Pakete mit mehreren Songs wie Alben oder Hitzusammenstellungen.