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Musik im Netz: 

Illegale Musikdownloads nehmen ab

10. Mrz 2008 09:36
Downloader werden braver
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Noch immer steckt die Musikindustrie in der Krise, doch ein Ende scheint absehbar: Songs aus dem Netz werden seltener geklaut und häufiger bezahlt. Gleichzeitig stieg der Ladenverkauf von CDs wieder an.

Die Zahl der illegalen Musikdownloads aus dem Internet ist in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Die Nutzer luden 2007 rund 312 Millionen Songs unrechtmäßig aus dem Netz herunter - im Jahr 2006 waren es noch 374 Millionen Musikdateien.

Dies geht nach Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie vom Sonntag aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Der Verband bestätigte damit einen entsprechenden «Spiegel»-Bericht. Für die Studie seien 10 000 Menschen befragt worden.

«Wir führen das auf den massiven rechtlichen Druck im letzten Jahr zurück», sagte Verbandsvorsitzender Dieter Gorny dem Nachrichtenmagazin. «Unser Ziel ist es, die Internet-Piraterie auf ein tolerables Maß zu reduzieren. Dabei setzen wir neben individueller Rechtsverfolgung vor allem auf mehr Verantwortung bei den Providern.»

Die legalen Downloadangebote im Internet verzeichneten im vergangenen Jahr weiter Zuwachs. So seien 35 Millionen Einzelsongs über das Internet verkauft worden - zehn Millionen mehr als 2006, sagte Verbandsgeschäftsführer Stefan Michalk. Dazu kämen 2,6 Millionen sogenannte Bundles, Pakete mit mehreren Songs wie Alben oder Hitzusammenstellungen.

Wieder mehr CDs

Gleichzeitig hätten wieder mehr Leute Musik gekauft. 41,4 Prozent der Bevölkerung kauften im vergangenen Jahr Musik, wie der Verband bereits in der abgelaufenen Woche mitgeteilt hatte. Das sei der höchste Stand seit fünf Jahren.
Gerade bei jungen Leuten zwischen 10 und 19 Jahren sei der Anstieg stark: Der Anteil der Musikkäufer bei den Jugendlichen stieg von 11,5 Prozent im Jahr 2006 auf 13,3 Prozent in 2007.

«Das Produkt Musik ist weiter sehr attraktiv. Das Jahr 2007 ist unterm Strich gut gelaufen. Die Signale stehen auf gelb», sagte Michalk zu den Aussichten der Plattenbranche, die seit Jahren mit massiven Umsatzrückgängen zu kämpfen hat.

Im vergangenen Jahr ist der Umsatz in Deutschland Branchenexperten zufolge zwar erneut zurückgegangen, jedoch nur um wenige Prozent. Die Umsatzzahlen für 2007 werden zusammen mit der sogenannten Brenner-Studie der GfK über das Herunterladen und Kopieren digitaler Musik am kommenden Donnerstag veröffentlicht. (dpa)

 
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