25. Feb 2008 09:43
Die Bundesliga der Computerspieler ist am Wochenende gestartet. Neben Stadionatmosphäre, Profispielern und hohen Preisgeldern hält sie auch inhaltsleere Interviews und E-Doping bereit.
Selbstbewusst bezeichnen sich Spieler wie der Frankfurter Tim Hochgrebe als E-Sportler. «Auch hier geht es um Teamgeist, Taktik und Sekunden», sagte der 24-Jährige. 1200 Fans sorgten im Kongresszentrum für eine Atmosphäre wie im Stadion. Mitjubeln durften wegen der Altersfreigabe der umstrittenen Spiele Counter-Strike und Warcraft allerdings nur Zuschauer über 16 Jahre. Drei Dutzend Bundesliga-Spieler stehen an der Spitze. Daneben tummeln sich in zahlreichen Klassen 780.000 Amateure, die im Schnitt 20 Jahre alt sind. Das ist ein großer Markt, weshalb es bei den Profis der Electronic Sports League (ESL) auch um Geld, Sponsoren und Fanartikel geht.
Der Veranstalter, die Kölner Turtle-Entertainment GmbH, tourt an zehn Bundesliga-Spieltagen durch die Republik. Beim Finale in Köln werden im Juni 170.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet. Hochgrebe finanziert sein Studium als Profispieler. Eine Computerfirma aus Gießen unterhält eine eigene Werksmannschaft.