22. Feb 2008 15:35
Ohne komplexe Computermodelle kommt heute kaum noch ein Wissenschaftszweig aus: Tragflächen von Flugzeugen, Klimaveränderungen oder Galaxiebewegungen – sie alle werden in 16 Jülicher Schränken berechnet.
«Jugene» wird von Forschern aller Fachrichtungen genutzt - beispielsweise um zu klären, wie sich Galaxien formen, Halbleiter funktionieren, wie sich Proteine in Zellen falten oder wie sich Tragflächen von Flugzeugen verhalten. Auf den Jülicher Supercomputern rechnen rund 200 europäische Forschergruppen. Wissenschaftler aus allen Bereichen, von der Materialwissenschaft über die Teilchenphysik bis zu Medizin und Umweltforschung, können Rechenzeit beantragen. Ein unabhängiges Gutachtergremium teilt den besten Vorhaben Rechenzeit zu. «Wissenschaft und Wirtschaft brauchen Rechenleistung auf höchstem Niveau - die einen, um Spitzenforschung zu erbringen, und die anderen, um Innovationen zu schaffen», sagte der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Achim Bachem. Mit «Jugene» habe man in Jülich einen weiteren Meilenstein für eine zukunftsfähige Forschung gesetzt. An der Beschaffung des Superrechners waren neben dem Forschungszentrum auch das Land Nordrhein-Westfalen und die Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt. Der überwiegende Teil der Kosten wird mit rund 13 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium getragen.