15.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Viele Browser, ein Internet: Logos der Browser
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Längst haben sich neben Microsofts Internet Explorer zahlreiche alternative Webbrowser etabliert. Wir geben einen kleinen Überblick von F wie Firefox bis X wie Xerobank.
Webbrowser sind die Surfbretter der Netznutzer. Der «Internet Explorer» ist immer noch der verbreitetste Browser. Doch ein Blick über den Tellerrand lohnt sich, denn andere Programme schützen besser vor Datenschnüfflern und Netzkriminellen. Auch Bedienkomfort und Funktionsumfang sind häufig deutlich größer.
Der bekannteste alternative Browser ist Firefox von Mozilla. Da er unter anderem als sicherer gilt, jagt er dem Explorer nach und nach Nutzer ab. «Beim Firefox werden viel seltener Sicherheitslücken entdeckt», sagt Andreas Hentschel, von der in München erscheinenden Zeitschrift «Chip». «Wegen der eifrigen Firefox-Entwicklergemeinde werden auch die Komforteigenschaften regelmäßig verbessert», sagt Christian Immler, Experte und Buchautor aus Nienburg in Niedersachsen.
OperaZum neuen Experten-Liebling wird zunehmend Opera. «Er lässt seinen Anwendern von Haus aus viele Freiheiten», sagt Immler. So können für alle Seiten eigene Einstellungen getroffen werden - etwa ob Cookies erlaubt sind. Auch ein E-Mail-Client und ein intelligenter Download-Manager, der unterbrochene Verbindungen neu startet, sind dabei.
Nützlich ist das Bedienen per Maus-Gesten: Manche Funktionen werden aktiviert, indem der Cursor in bestimmter Weise über den Bildschirm bewegt wird. Eigenschaften wie eine integrierte Suchmaschinenfunktion, ein Pop-up-Blocker, ein Phishing-Filter oder das parallele Öffnen von Seiten in einem Fenster - Tabbed Browsing - sind dagegen Standard, den Nutzer von einem Browser erwarten sollten.
Flock und XerobankWelcher Browser in Frage kommt, ist - sofern die Sicherheit stimmt - auch Geschmackssache. Wer oft und intensiv bestimmte Web-Funktionen nutzt, kann einen Spezial-Browser in Erwägung ziehen. Im Zeichen des Web 2.0 steht etwa der auf Firefox basierende Flock: Werkzeuge zum Bearbeiten des eigenen Blogs oder auch Upload-Funktionen für das Fotoportal Flickr sind integriert.
Seitenbetreiber, die Surf-Spuren sammeln, können im Zweifelsfall Nutzerprofile erstellen. Wer das nicht will, kann Xerobank nutzen. Das ebenfalls mit Firefox verwandte Programm leitet die Daten über verteilte Server und verschleiert so das Surfverhalten. Seiten werden allerdings mitunter nervtötend langsam aufgebaut.
Lauge und Explorer-AufätzeFür Ebay-Fans ist der auf dem Explorer basierende Lauge-Browser gedacht: Zwei Fenster machen den parallelen Zugriff auf eine Baumstruktur mit Artikel-Kategorien und einzelne Auktionen möglich. Auch die Darstellung der Angebote ist übersichtlicher. Surfen auf anderen Seiten erlaubt der Browser jedoch nicht.
Wem der Internet Explorer ans Herz gewachsen ist, der sollte «IE-Aufsätze» nutzen. Sie bieten eine andere Optik und mehr Funktionen. Der Avant Browser etwa beinhaltet im Vergleich zum Explorer einen Werbebanner-Blocker oder auch die Steuerung per Maus-Gesten. Doch grundsätzliche Sicherheitsmängel kompensieren die Aufsätze nicht.
«Entdeckte Sicherheitslücken gelten ebenfalls für die Aufsätze. Damit sind sie genauso anfällig», sagt Immler. «Spezial-Browser und Aufsätze bieten mitunter keine automatischen Updates», gibt Hentschel zudem zu bedenken. Beide Experten raten daher eher zu sichereren Alternativen wie Firefox oder Opera.
Den Browser «tunen» Browser lassen sich auch «tunen». Für Firefox gibt es Add-ons von freien Entwicklern. Das gilt auch für Opera. Sicherheit und Privatsphäre schützt der Internet Explorer nach der Ansicht von Experten nicht ausreichend. Wesentliche Schutzfunktionen ergänzt in der aktuellen Version 7 das Plugin IE7Pro. (Berti Kolbow/dpa)