13.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Haben den Durchklick: Jugendliche vor dem Bildschirm
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Weblogs, soziale Netzwerke und die Gestaltung einer eigenen Webseite gehören bei vielen Jugendlichen zum Alltag. Den meisten Erwachsenen sind solche Aktivitäten im Internet hingegen kaum vertraut.
Erwachsene können nach Umfragen des amerikanischen Pew-Projekts hinsichtlich ihrer Internet-Kompetenz kaum noch mit den Jugendlichen Schritt halten. Während sie beim Abrufen von Informationen und in der E-Mail-Kommunikation noch halbwegs fit sind, hinken sie hoffnungslos hinterher, wenn es um aktive Beteiligung am Netzgeschehen oder um die Nutzung des Webs 2.0 geht.
Aus den Studien des «Pew Internet and American Life Projects» geht demnach hervor, dass 28 Prozent der jugendlichen Internet-Nutzer im Alter von zwölf bis 17 Jahren ein eigenes Webblog führen, aber nur acht Prozent der Erwachsenen. 55 Prozent der Jugendlichen haben ein Profil in einem sozialen Netzwerk wie Facebook oder Myspace - verglichen mit 20 Prozent der erwachsenen Netzbürger. Mehr als jeder Vierte Jugendliche hat schon einmal eine eigene Webseite gestaltet, aber nur 14 Prozent der Erwachsenen.
Die Studie erhellt auch einige gängige Klischees. So laden Jungen tatsächlich mehr Videos hoch und spielen häufiger Online-Games als Mädchen. Diese aber geben in der Blogosphäre den Ton an (35 Prozent zu 20 Prozent) und stellen mehr Fotos ins Netz. Jugendliche mit nur einem Elternteil im Haushalt oder in Familien mit niedrigem Einkommen bloggen eher als Jugendliche mit einem traditionellen und vermögenden Familienhintergrund.
Dabei ist die traditionelle Kommunikation keineswegs abgeschrieben. Nahezu 40 Prozent der Jugendlichen sagen, dass sie täglich mit Freunden telefonieren. Und 31 Prozent geben an, dass sie täglich mit Freunden zusammen sind. Hingegen wird E-Mail nur noch von 14 Prozent für den täglichen Austausch mit Freunden genutzt - hier wird den Social Networks jetzt der Vorzug gegeben. (AP)