11.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ebay streicht Angebotsgebühr für Privatverkäufer
Nach Änderungen an der Gebührenstruktur für Verkäufer und am Bewertungssystem trumpft Ebay nun noch einmal auf: Privatverkäufer sollen ab sofort fürs Einstellen nichts mehr bezahlen.
Der Online-Marktplatz Ebay führt erstmals ein unterschiedliches Gebührensystem für private und gewerbliche Verkäufe ein. Wie der Geschäftsführer für Deutschland, Stefan Groß-Selbeck, am Montag in Berlin bekannt gab, zahlen private Verkäufer ab dem 20. Februar keine Angebotsgebühr mehr für das Einstellen von Auktionen mit dem Startpreis von einem Euro inklusive Galeriebild.
Die Gebühren für die gewerblichen Verkäufer sollen dagegen stärker an die Marktgegebenheiten der unterschiedlichen Branchen angepasst werden. «Mit den Neuerungen bei Gebührenstruktur, Suche und Sicherheitsservices setzen wir noch mehr auf konsequente Orientierung an den Wünschen unserer Kunden», erklärte Groß-Selbeck.
Der Wegfall der Einstellgebühren für private Verkäufer geht aber mit einer Preiserhöhung bei den Verkaufsgebühren einher. Die Verkaufsprovision von derzeit zwei bis fünf Prozent werde auf zwei bis acht Prozent steigen. So würden Angebote stärker an den Verkaufserfolg gekoppelt.
Auf der Webseite des Unternehmens angekündigt werden auch eine Verbesserung der Suchergebnisseiten für Käufer und eine Überarbeitung des Bewertungssystems. Bereits am Mittwoch hatte Ebay bekannt gegeben, dass Verkäufer ab Juni keine negativen oder neutralen Bewertungen und Kommentare über Käufer mehr abgeben dürfen. (nz/AP/dpa)