Finanzfahnder spüren Steuersünder im Web auf
08.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Nach Angaben von «FAZ.net» kann die Suchmaschine Internetseiten erkennen, «die auf unternehmerische Tätigkeit» schließen lassen. Angebote und Verkäufe auf Online-Plattformen würden daraufhin gescannt, ob das anbietende Unternehmen oder die Privatperson gewerblich registriert sei. Dabei lerne Xpider hinzu.
Im Verdachtsfall nähmen Finanzbeamte die Ergebnisse der Suchmaschine zur Grundlage für weitere Untersuchungen, so die Zeitung weiter. Unter Umständen könnten anschließend juristisch abgesicherte Einzel- und Sammelauskünfte von den Netzportalen über potenzielle Händler angefordert werden. Die Frage, wie viele gewerbliche Händler von Xpider bisher aufgedeckt wurden, beantwortete die Bundesregierung nicht.
Mit ihre Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion bestätigt die Bundesregierung erstmals offiziell, was im Netz schon länger vermutet wurde. Das zum Heise-Verlag gehörende Web-Magazin «Telepolis» berichtete bereits im Jahr 2003 über die staatliche Nutzung von Xpider.(nz)

