06.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Noch virenfrei: Japanische Angestellte vor dem Bildschirm
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das kannte Japan noch nicht: Ein Mann muss sich bald wegen angeblicher Verbreitung eines PC-Virus vor Gericht verantworten. Da es keine entsprechenden Gesetze gibt, musste die Polizei einen Trick anwenden.
Weil es in Japan noch kein Gesetz gegen die Verbreitung von Computerviren gibt, hat die Polizei einen Verdächtigen unter dem Vorwurf des Verstoßes gegen das Urheberrecht festgenommen.
Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wird dem 24-Jährigen vorgeworfen, im Internet verbotenerweise ein Bild aus dem japanischen Animationsfilm «Clannad» verbreitet zu haben. Darin eingebettet war das Harada-Virus, eines der drei meistverbreiteten Computerviren in Japan.
Es war nach Polizeiangaben das erste Mal, dass jemand in Japan wegen der Verbreitung von Computerviren festgenommen wurde. Es seien auch andere Anklagen erwogen worden, sagte der Sprecher. Man habe sich aber für das Urheberrecht entschieden, weil dies vor Gericht wohl besser durchzusetzen sei. Die Höchststrafe liegt bei zehn Jahren Gefängnis. (AP)