29. Jan 2008 17:05
Wer etwas einstellt, zahlt weniger, wer etwas verkauft zahlt mehr: Das Online-Auktionshaus Ebay ändert seine Gebührenstruktur. Ein Termin steht aber erstmal nur für die USA fest.
Dagegen will Ebay die Gebühren für Transaktionen erheblich erhöhen. Für Transaktionen unter 25 Dollar sollen die Kosten für den Verkäufer um zwei Drittel auf 8,75 Prozent des Verkaufspreises zulegen. Ebay zufolge bevorzugten Nutzer diese Verschiebung, da Verkäufer ein geringeres Risiko bei Gegenständen hätten, die keinen Käufer finden.«Wir wollen Verkäufer ermutigen, mehr Gegenstände bei uns zu versteigern», hieß es von seiten Ebays. Die neue Gebührenstruktur soll am 20. Februar im amerikanischen Heimatmarkt wirksam werden. Veränderungen für Ebay-Nutzer in Großbritannien und Deutschland werden in Kürze erwartet.
Hintergrund der Gebührenänderungen ist der stagnierende Umsatz beim weltgrößten Internet-Versteigerer. Jüngst ging sogar die Anzahl von Versteigerungen zurück. Unter Druck geriet Ebay durch andere Internethändler wie Amazon.com, welche für die Verkaufsangebote keinerlei Gebühren erheben.
Vor wenigen Tagen hatte die langjährige Ebay-Chefin, Meg Whitman, angekündigt, im März zurückzutreten. An der Spitze steht künftig John Donahoe, der seit 2005 das Auktionsgeschäft von Ebay führt. Donahoe will neben den Gebühren auch die Struktur der Auktionssuche verändern. Anbieter mit hoher Kundenzufriedenheit sollen in den Suchen vor solchen mit niedrigerer Bewertungen auftauchen.
Medienberichten zufolge haben von Oktober 2006 bis September 2007 weltweit 53.000 Händler ihre Ebay-Shops wegen zu hoher Gebühren aufgegeben. Von den international knapp 248 Millionen Mitgliedern sollen zwei Drittel Karteileichen sein. (nz/dpa-AFX)