Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Vertrieb digitaler Musik legt um 40 Prozent zu

24. Jan 2008 13:41
Will immer mehr Stoff: MP3-Player
Bild vergrößern
Eigentlich müsste sich die Musikindustrie freuen: Digitale Musik hat gute Zuwachsraten, wie sich nun herausstellte. Doch der CD-Absatz ist weiter rückläufig. Und dann sind da ja auch noch die Raubkopien.

Die Einnahmen der Plattenfirmen aus dem Vertrieb von digitaler Musik sind im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf zwei Milliarden Euro gestiegen. Die zusätzlichen Einnahmen hätten die Verluste aus dem schwindenden CD-Absatz aber nicht wettmachen können, teilte der Weltphonographieverband (IFPI) am Donnerstag in London mit.

Mehr in der Netzeitung:
Für den CD-Absatz im vergangenen Jahr hat die International Federation of the Phonographic Industry noch keine Zahlen vorliegen. Es sei aber zu erwarten, dass sich der Rückgang um elf Prozent im Jahr 2006 weiter fortgesetzt habe, hieß es.

Die Zuwachsraten beim Internet-Vertrieb schwächen sich nach Verbandsangaben langsam ab. Nach der Verdreifachung der Einnahmen 2005 und der Verdoppelung im Jahr 2006 gab es nun noch eine Steigerung um 40 Prozent. Die digitalen Downloads stellen für die Musikindustrie inzwischen einen Umsatzanteil von 15 Prozent dar.

Falsche Zahlen in der Filmindustrie

Der Verband klagt weiter über Einbußen durch Raubkopien. Die Zahl der illegalen Downloads sei etwa 20 Mal so groß wie die der bezahlten Downloads. IFPI-Präsident John Kennedy begrüßte die Ankündigung des französischen Staatspräsidenten Nicholas Sarkozy, verschärft gegen Copyright-Verletzungen im Internet vorzugehen.

Fraglich bleibt allerdings, ob die vom Verband angegeben Zahlen zu illegalen Downloads stimmen. Erst am Dienstag musste der Verband der US-Filmindustrie (MPAA) einräumen, über Jahre von falschen Zahlen im Bereich der illegalen Filmdownloads ausgegangen zu sein.

In einer MPAA-Studie von 2005 war davon die Rede, dass 44 Prozent der Einnahmeverluste der US-Filmindustrie im eigenen Land auf Raubkopien zurückzuführen seien. Mittlerweile wisse man, dass es sich nur um rund 15 Prozent handele, sagte ein Verbandssprecher. (nz/AP)


Mehr im Internet:

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Zum Tarifrechner
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.