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Yahoo will bei Umbau viele Stellen streichen

22. Jan 2008 15:54
Längst nicht mehr so cool wie das eigene Logo: Yahoo
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Einst die führende Adresse im Internet, dümpelt Yahoo mittlerweile von Krise zu Krise. Nun könnten Massenentlassungen folgen, wie US-Medien übereinstimmend berichten. Nur über die Anzahl sind sie sich nicht einig.

Der Internet-Konzern Yahoo will bei seinem Umbau laut US-Medienberichten hunderte Arbeitsplätze streichen. Es könnten rund 700 Mitarbeiter oder fünf Prozent der Belegschaft betroffen sein, meldete die Finanznachrichten-Agentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen.

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In den Zeitungen «Wall Street Journal» und «New York Times» war dagegen weniger präzise von einigen hundert Jobs die Rede. Auf den Stellenabbau sollten Neueinstellungen in Schwerpunkt-Bereichen folgen, hieß es dort zugleich. Gegen Ende 2008 wolle Yahoo dadurch wieder die gleiche Beschäftigtenzahl wie jetzt haben. Mit dem Umbau will Yahoo besser mit dem erfolgreicheren Rivalen Google konkurrieren.

Yahoo werde die Pläne voraussichtlich am Dienstag kommender Woche zusammen mit den aktuellen Zahlen für das vierte Quartal bekanntgeben, hieß es in den Berichten. Das Weblog Silicon Alley Insider schätzt die Anzahl der abzubauenden Stellen hingegen auf 1500 bis 2500. Die Streichungen seien für Ende Januar vorgesehen, es gebe bereits detaillierte Listen.

Das Unternehmen steht derzeit unter starkem Wettbewerbsdruck des Branchenführers Google bei Internet-Anzeigen und im Suchmaschinen-Geschäft. Außerdem bekommt Yahoo auch zunehmend Konkurrenz durch populäre Plattformen wie Facebook, Youtube oder Myspace. Im Sommer hatte nach mehreren schwachen Quartalen der Firmenmitbegründer Jerry Yang den Posten des Konzern-Chefs vom langjährigen CEO Terry Semel übernommen.

Auch in Europa stehen die Aktivitäten des Unternehmens auf dem Prüfstand. Im November kündigte Europa-Chef Toby Coppel an, dass schwächelnden Bereichen bis zum ersten Quartal 2008 die Schließung oder der Verkauf drohten.

Während Yahoo in den USA insgesamt zwar mehr Besucher zählt als Google, liegt der Konkurrent im Anzeigengeschäft dennoch vorn. Im November entfielen nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Comscore 59 Prozent der Suchanfragen auf Google gegenüber 22 Prozent bei Yahoo. Yang hatte bereits angekündigt, dass sich das Unternehmen künftig auf Kernbereiche konzentrieren und sich von einigen Geschäftsfeldern trennen wolle. (nz/dpa)

 
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