07. Jan 2008 12:36
Seit Sonntagnacht hat Google neue Konkurrenz: Wikipedia Gründer Jimmy Wales hat wie angekündigt seine Suchmaschine Wikia Search online gestellt. Anders als bei den großen Suchmaschinen sollen hier die Nutzer nicht passiv bleiben.
Das ist ein Bruchteil des Datenbestandes der Konkurrenten Google, Yahoo oder MSN. Wie beim Online-Lexikon Wikipedia setzen die Wikia-Betreiber auf die Mitarbeit der Nutzer. Diese sollen Suchergebnisse bewerten und ergänzen. Dafür müssen sie zuerst den Webcrawler Grub installieren - ein Programm, das automatisch das World Wide Web sowie einzelne Webseiten analysiert. Grub nutzt allein die Ressourcen der User-Rechner.Wales begründet seine Initiative gegenüber der Wochenzeitung «Die Zeit» kürzlich damit, dass alle Suchmaschinen geschlossene Systeme seien und jeweils einer Firma gehörten. Als «Bürger des Internets» müsse man jedoch «Transparenz und Offenheit» gewährleisten. Wikia Search bietet zudem Übersetzungen der Suchergebnisse in bislang 14 Sprachen an.
Anders als Wikipedia ist die Suchmaschine aber ein kommerzielles Projekt. Betreiber ist die Firma Wikia.com, die Wales im Jahr 2004 gründete. Schon vor dem Start konnten namhafte Risikokapital-Geber wie Amazon zur Mitarbeit bewegt werden. Als Geschäftsführer von Wikia.com fungiert der ehemalige Ebay-Manager Gil Penchina. Die Suchmaschine soll sich über Werbung finanzieren, an der die freiwilligen Mitarbeiter jedoch nicht beteiligt werden sollen.