StudiVZ möchte «Missverständnisse» ausräumen
20. Dez 2007 21:57
 |  Startseite von StudiVZ | Foto: Screenshot: nz |
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Das Online-Netzwerk steht unter Beschuss der User, weil es neue AGB's diktieren wollte, die vielen nicht gefallen. Jetzt beteuert der Geschäftsführer, dass Mitglieder von StudiVZ zielgerichtete Werbung per Mausklick verhindern könnten.
Nach heftigen Protesten gegen seine neuen Geschäftsbedingungen bemüht sich das Online-Netzwerk studiVZ um Schadensbegrenzung: Am Donnerstag traf sich Geschäftsführer Marcus Riecke mit dem Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix, um über die neuen Regeln zu diskutieren. Weitere Gespräche sollen folgen. Die Holtzbrinck-Tochterfirma will von Januar an nutzerbezogene Werbung schalten und dafür persönliche Daten verwenden.
Wer den neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nicht zustimmt, erhält keinen Zugang zu dem Dienst. In dem Netzwerk können Nutzer ein Profil ihrer privaten und beruflichen Interessen anlegen, um sich mit Gleichgesinnten und Freunden auszutauschen und zu vernetzen. studiVZ-Geschäftsführer Riecke sagte, dass es einige «Missverständnisse» um die Änderung der Konditionen gegeben habe. So sei der Verkauf persönlicher Daten an andere Unternehmen nie beabsichtigt gewesen. Er betonte, dass Mitglieder zielgerichtete Werbung und damit auch die Verwendung personenbezogener Daten über eine sogenannte «opt-out»-Funktion verhindern könnten. Das bestätigte auch Datenschützer Dix. Eine abschließende Bewertung wollte er unter Hinweis auf die laufenden Gespräche nicht abgeben.
Profile aus Protest anonymisiert
Das Unternehmen wollte sich mit den neuen AGB zunächst auch die Erlaubnis einholen, den Mitgliedern Werbung per SMS oder Instant Messenger zu schicken. Das Unternehmen kippte den Passus jedoch wegen zahlreicher Beschwerden. Nach Bekanntgabe der Regeln hatten zahlreiche Mitglieder gegen die Verwendung persönlicher Daten für Werbezwecke protestiert. Sie entfernten beispielsweise Fotos und Informationen, anonymisierten ihre Profile oder bezeichneten den Betreiber in Diskussionsgruppen als «StasiVZ». Etliche Nutzer kündigten zudem an, mit Ablauf der Zustimmungsfrist ihr Profil zu löschen. (dpa)