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2008 kommen die Wegwerf-Trojaner

18. Dez 2007 14:21
Nicht totzukriegen: Computerviren
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Eine IT-Sicherheitsfirma wagt den Ausblick auf das neue Jahr. Erwartet werden modifizierte Trojaner, Daten-Hijacker sowie auf den einzelnen User zugeschnittene Spam- und Phishing-Attacken.

Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Internetkriminellen und den Herstellern von Anti-Viren-Lösungen hat nach Ansicht der IT-Sicherheitsfirma G Data an Schärfe zugenommen. Schon 2007 habe sich der Ausstoß an Schadprogrammen durch die Malware-Industrie bereits mehr als verdoppelt. Im kommenden Jahr werde die Komplexität der Bedrohungen weiter zunehmen.

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Es sei zu erwarten, dass die Kriminellen die gesamte Security-Community mit Wegwerf-Trojanern in Atem halten, die nur einmal zum Einsatz kommen. Trojaner würden mittlerweile als Wegwerf-Malware konzipiert, die nach einmaligem Einsatz direkt modifiziert und wieder in Umlauf gebracht werde, erklärte G Data.

Dabei werde die Dateistruktur verändert, was neue Signaturen, also Erkennungsmechanismen der Anti-Viren-Hersteller erforderlich mache. Aus kriminell-ökonomischer Sicht sei dieses Konzept äußerst erfolgreich und es sei 2008 mit einer Flut von Wegwerf-Malware zu rechnen, hieß es.

Spamaufkommen unverändert hoch

Das so genannte Daten-Hijacking - die Verschlüsselung von Firmen- und Privatdaten zum Zweck der Lösegelderpressung - war 2007 noch kein großes Thema, das könnte sich nach Einschätzung der G Data Security Labs aber 2008 ändern. Lösegeld-Trojaner, auch Ransomware genannt, könne bei Unternehmen und Privatanwendern 2008 für böse Überraschungen sorgen.

Mit einer Abnahme von Spam ist laut G Data im kommenden Jahr nicht zu rechnen. Spam- und Phishing-Mails würden aber immer personalisierter und damit gefährlicher. Durch Datendiebstahl gewonnene Informationen würden dazu genutzt, um Spam- und Phishing-Mails gezielt an passende Personengruppen zu versenden.

Spam werde mit persönlichen Anreden, wie «Sehr geehrter Herr Millberg» oder «Hallo Andrea,» versehen und zusätzlich Absenderadressen von Freunden oder Bekannten enthalten. Für den Empfänger sei dies äußerst problematisch, da die Spam-Mails kaum noch von echten Service-Mails, Glückwunsch-Mails oder Newslettern zu unterscheiden seien. (AP)


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