14. Dez 2007 07:08
Nicht wenige Ebay-Profihändler tarnen sich als Privatpersonen und sind bei Reklamationen nicht zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kam nun der Bundesverband der Verbraucherzentralen.
Insgesamt sprach der Verband 71 Abmahnungen aus und leitete sieben Klagen ein. Die Verbraucherschützer forderten das Auktionshaus auf, für ein effektives Qualitätsmanagement zu sorgen, die Verbraucherrechte zu überwachen und einen Missbrauch unverzüglich zu ahnden. «Ebay muss einen gewerblichen Online-Shop, der sich als Privatverkäufer tarnt, unverzüglich ausschließen», forderte Verbandschef Gerd Billen. Das Unternehmen selbst war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.Allein bei Informationspflichten vor Abschluss eines Vertrags zählten die Verbraucherschützer nach eigenen Angaben insgesamt 426 Verstöße, durchschnittlich also 5,3 pro Anbieter. Die vom Bundesverband eingeleiteten Maßnahmen zeigten sogar schon Erfolge: Rund 60 Unterlassungserklärungen seien beim Verband eingetroffen, eine sogar aus Hongkong, hieß es. Gegen sieben Anbieter, die sich trotz eines Erinnerungsschreibens nicht geäußert oder eine Unterlassungserklärung verweigert hätten, sei Klage erhoben worden. In bislang vier Urteilen seien die Ansprüche des Verbands im vollen Umfang bestätigt worden.