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Mit einem Klick zum Kick

01. Feb 2008 16:06
Steht auch im Netz oft im Vordergrund: Bremens Spielmacher Diego
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Fußballportale sind im Internet weit verbreitet. Einige wurden mit viel Geld neu gestartet, andere sind einfach nur Klassiker. Marcus Gottschalk und Maik Söhler haben sie dem Praxis-Test unterzogen. Teil 1.

Sport1.de

Mit Spox.com haben die Münchner Konkurrenz bekommen. Das in Kooperation mit dem Sportsender DSF auftretende Portal aber bleibt zumindest vorerst Marktführer und wird von den Machern seit 1999 als «Deutschlands größtes Sportportal» angepriesen.

Mehr in der Netzeitung:
  • Teil 2: Der Ball ist im Netz 02. Feb 2008 10:25, ergänzt 06. Feb 2008 12:26
  • Fußball-Manager üben online 13. Aug 2007 11:25
  • Wer wird deutscher Online-Meister? 10. Aug 2007 08:08
  • Fußball ist anspruchsvoller als Schach 10. Aug 2007 09:36
  • Dementsprechend umfangreich und vielfältig erscheint Sport1 auch, Video- und TV-Abteilungen fehlen ebensowenig wie ein umfangreiches Statistik-Center und stets aktuelle News-Bereiche. Werbung und Shopping werden dabei selbstverständlich eingebunden, Gewinnspiele und interaktive Specials bieten Platz für Kooperationspartner.

    Platz bietet Sport1 auch der Darstellung der Sportarten, die nicht so sehr im Vordergrund stehen. Denn neben Fußball und Formel 1 widmet sich das Portal auch den Handball-Damen und dem Segelsport in internetgerechter Breite. Analysen und Hintergründe aber werden vornehmlich im Fußball geliefert, selbstverständlich richten sich die Macher hier nach dem Publikumsinteresse. Wenn dabei mal der Blick über den Tellerrand gewagt wird, offenbaren sich nicht selten Unsicherheiten und mangelndes Einfühlungsvermögen, so z.B. in der Beurteilung des Gastgeberlandes der nächsten WM, Südafrika.

    Mehr im Internet:
    So bleibt größtenteils der Eindruck eines «besseren Bildschirmtextes», der durch eine Fülle von Informationen und Internet-Optionen wie Foren und Communities die User zu binden versucht.

    Spox.com

    Im September mit großem Medientamtam, reichlich Geld und viel Werbung gestartet, soll die vom Pay-TV-Sender Premiere betriebene interaktive Plattform Spox.com anderen Sport-Portalen rasch User abnehmen. Schon auf der Startseite sieht man, dass zu diesem Zweck weder an Kosten noch an Technik gespart wurde.

    Spox.com präsentiert sich als Mischung aus Nachrichtenportal und sozialem Netzwerk. Nutzer können eigene Profile anlegen, Freunde gewinnen, bloggen, Fotos online stellen, sich in Gruppen einloggen und dort mit anderen diskutieren. Es gibt Spiele, Videos und so genannte Specials, hinter denen sich aber meist eine seltsame Mischung aus Informationen und Werbung verbirgt.

    Mehr im Internet:
    Von Premiere im Fernsehen auch in den Pausen von Champions League-Spielen offensiv beworben und mit allem Web 2.0-Schnickschnack ausgestattet, sollte Spox.com eigentlich ein Selbstläufer sein. Doch bisher konnten gerade mal 4500 Mitglider gewonnen werden, an einem beliebigen Werktag sind selten - wenn gerade kein Top-Spiel ist - mehr als 650 Besucher gleichzeitig online.

    Das könnte schlicht daran liegen, dass es neben Multimedia- und Mitmachfunktionen einfach an Inhalten mangelt. Es gibt zwar Informationen zu allem und jedem, ergänzt von so genannten Expertenmeinungen und übersichtlich aufbereiteten Tabellen. Aber zu einer Vertiefung durch Analysen und Hintergründe kommt es nur selten.

    Bundesliga.de

    Das ist die offizielle Seite der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH. Was hier steht, ist hochseriös, wenn auch nicht unbedingt journalistisch aufbereitet. So gut wie alles rund um die Bundesligavereine wird bearbeitet - Ligaspiele wie Auftritte in internationalen Wettbewerben. Gleich oben sind alle 18 Erstligavereine einzeln anklickbar - es öffnet sich anschließend ein munterer Reigen an aktuellen Meldungen, Interviews und aufbereiteten Presseerklärungen der jeweiligen Vereine.

    Mehr im Internet:
    Die Seite bietet Radiostreams und Voting, Bilderschauen und das obligatorische Manager-Spiel, Live-Ticker und TV-Planer. Die Bundesliga-Hymne kann als Klingelton aufs Handy gezogen werden, eine Mediathek steht zur Verfügung, aber man muss sich dafür registrieren. Spaß macht die Statistik-Datenbank, wer in den Fanbereich will, landet bei diversen Telekom-Diensten. Insgesamt solide, aber zu wenig verspielt.

    Kicker.de

    Der Klassiker unter den Fußball-Portalen. Einfach, übersichtlich, praktisch. Die Startseite ist gut geordnet, im oberen Bereich herrscht der Fußball - egal ob als Textmeldung, Exklusivartikel oder Tabelle. Die Menü-Leisten unterteilen den Sport in die wichtigsten Einzeldisziplinen wie Fußball, Formel 1, Eishockey usw., und den Fußball in Unterdisziplinen wie Bundesliga, Champions League oder Länderspiele.

    Mehr im Internet:
    Alle News können als RSS-Feed bezogen, Gruppen und Tabellen durchgeklickt werden, Podcasts, Spiele und Bilderschauen stehen bereit, aus dem «Mitmachnetz» wurden Voting, Online-Tipps, Foren und Community übernommen. Diese Interaktionselemente sind aber noch deutlich ausbaufähig. Nach unten hin dünnt die Startseite schnell aus, das macht aber nichts, denn oben wird so viel geboten, dass kaum ein Wunsch unerfüllt bleibt.

    Der Live-Ticker zu bestimmten Fußballspielen etwa hat sich mehr als nur etabliert. Hier zeigt die «Kicker»-Online-Redaktion, dass sie nicht nur schnell ist, sondern unter Zeitdruck auch sehr präzise arbeitet. Überhaupt werden Themen gut gesetzt und optisch bestens aufbereitet. Zur Aktualität gesellt sich immer wieder profundes Hintergrundwissen, die meisten Einschätzungen, Berichte und Interviews sind sehr lesenswert. Kicker.de bleibt unverzichtbar für Fußball-Fans.

    DFB.de

    Da stellt sich der größte Sportverband Europas dar und einen dementsprechend aufgeräumten Eindruck macht DFB.de auch. Hier gibt man sich noch seriöser als auf Bundesliga.de, der Seite des Partners und Ligavertreters DFL. Spekulationen und Wasserstandsmeldungen rund um den Fußball sind geradezu ein Tabu.

    Mehr im Internet:
    Den Schwerpunkt legen die Macher nicht unbedingt auf allgemeine Aktualität, auch wenn in diesem Bereich zumindest die wichtigsten Meldungen Platz finden. Viel mehr geht es um die Nationalmannschaften und die Kinder- und Jugendprojekte des Verbands. Hier präsentiert der DFB sein soziales Engagement, unter seinem Dach werden Bereiche wie «Schule und Fußball», die «Juniorecke» oder auch «Freizeit- und Breitensport» in der Navigation angeboten.

    Optisch könnte die DFB-Seite etwas mehr Liebe zum Detail vertragen. Der Wiedererkennungswert lässt Wünsche offen und auch die graphische Darstellung wird trotz Maskottchen Paule nur wenige junge User begeistern. Ein Pluspunkt ist dagegen sicher das Videoportal unter DFB.TV. Hier gibt es aktuelle Filmchen aus dem Kreis der Nationalmannschaft, die viel Neues bieten und liebevoll aufbereitet worden sind.

     
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