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Daten verloren? - Nichts ist wirklich weg

11. Dez 2007 12:20
Noch zu retten? Ontrack-Mitarbeiter mit einer Festplatte (Archivbild)
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USB-Sticks im Babybrei, Öl im Laufwerk und Ameisen auf der Festplatte: Die auf Datenrettung spezialisierte Firma Kroll Ontrack präsentiert ihre jährliche Liste der kuriosesten Aufträge.

Die einen waschen ihren USB-Stick ganz gründlich in der Waschmaschine, andere beseitigen das Quietschen einer Festplatte mit ein paar Tropfen Öl. Auch Säure bekommt Speichermedien nicht gut. Die Daten scheinen für immer verloren. Hier beginnt dann die Arbeit von Firmen, die wie Kroll Ontrack auf Datenrettung spezialisiert sind. Auffallend seien in diesem Jahr die vielen mobilen Geräte in den Laboren gewesen, erklärte Kroll Ontrack.

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Das Unternehmen hat wieder eine Liste mit den kuriosesten Aufträgen des Jahres zusammengestellt, bei denen die Daten gerettet werden konnten. Auf Platz Zehn landete eine Frau, die ihren USB-Stick in der Waschmaschine vergessen und dabei «alle ihre Daten ausgewaschen» hatte. Dass Männer nicht unbedingt achtsamer mit den kleinen Speichergeräten sind, zeigte auf Platz Neun der Vater, dem beim Füttern der kleinen Tochter der USB-Stick aus der Hemdtasche und in den Teller mit Apfelbrei rutschte.

Nicht besser erging es dem Angler, der sein Notebook zum Zeitvertreib mit ins Ruderboot genommen hatte und der beim ersten Fisch mit dem Notebook über Bord ging. Ihm konnte den Angaben zufolge ebenso geholfen werden wie dem Berufsfotografen, der feststellen musste, dass er die Fotos einer Hochzeit mit denen eines anderen Events überschrieben hatte.

Daten gerettet, Ameisen tot

Hoffnungslos war auch nicht der Fall eines Wissenschaftlers, der während eines Experiments Säure auf ein externes Laufwerk verschüttete. Das ein USB-Stick nicht besonders stabil ist, stellte ein australischer Geschäftsmann fest, der in einer hitzigen Diskussion den Speicher-Stick nach seinem Geschäftspartner geworfen hatte. Er landete mit den wertvollen Firmenpläne auf dem Boden und zerbrach in mehrere Einzelteile.

Schon eine besondere Herausforderung für die Datenretter war ein Feuer in einem Büro, bei dem nur wenige CDs erhalten blieben. Sie mussten von den Hüllen, in die sie teilweise eingeschmolzen waren, befreit werden. Auf Platz drei der Liste kam der britische Wissenschaftler, der wegen des Quietschens seines Laufwerks ein Loch in das Gehäuse bohrte und etwas Öl hinein träufelte. Auf Platz zwei kam der Funktionstest eines Fallschirms, bei dem dieser mit einer Kamera aus dem Flugzeug geworfen wurde. Leider versagte der Schirm und die Fracht wurde auf dem Boden völlig zerschmettert.

Platz 1 sicherte sich der Fotograf in Thailand, der feststellte, dass sich Ameisen in seiner externen Festplatte eingenistet hatten. Er entfernte das Gehäuse und sprühte Insektenspray hinein. Ameisen und Daten waren hinüber. Die Ingenieure «konnten letztere immerhin wiederbeleben», hieß es. (AP)


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