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Wlan einfach und sicher einrichten

10. Dez 2007 14:39
Sehr praktisch: Wlan-Router
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Drahtlose Funknetzwerke lassen sich auf so gut wie jedem Computer installieren. Wer sich dabei an bestimmte Regeln und Standards hält, kann nichts falsch machen.

Ein drahtloses Computernetzwerk ist eine feine Sache - kein Kabelsalat, keine Stolperfallen, keine Staubfänger unter dem Schreibtisch. Und schwierig einzurichten ist das Wireless Local Area Network, kurz Wlan, auch nicht. Es wird ein Zugangspunkt benötigt, auch Accesspoint oder Router genannt, der als Vermittler zwischen Computer und DSL-Anschluss fungiert. Außerdem müssen die Endgeräte wie der PC oder das Notebook Wlan-fähig sein.

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Wer heute ein Notebook kauft, bekommt in der Regel ein Gerät mit Wlan-Sender/Empfänger. Steckt kein Wlan im Laptop, kann nachgerüstet werden - viele Notebooks besitzen einen sogenannten PCMCIA-Slot, der bietet Platz für eine entsprechende Wlan-Karte. Ist auch kein solcher Slot vorhanden, bleibt noch die Möglichkeit, einen Wlan-USB-Stick zu verwenden. «Für einen Desktop-PC gibt es Einschubkarten, die wie Soundkarten verbaut werden», erklärt Wolfgang Boos von der in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift «Connect».

Teuer ist die Beseitigung des Kabelsalats um den Schreibtisch herum auch nicht mehr: «Die Ausstattung für den Rechner, so sie nicht schon integriert ist, kostet etwa 30 Euro», sagt Boos. Auch ein Router ist bereits für weniger als 100 Euro zu haben. Oft werden entsprechende Geräte auch von DSL-Anbietern vergünstigt oder kostenlos an Neukunden abgegeben. Wer seinen Router selbst anschafft, sollte darauf achten, dass es eine deutschsprachige Benutzeroberfläche gibt.

Wlan gut sichern

Eingerichtet wird das Wlan in der Regel über den Internet-Browser. Sobald der Router eingestöpselt und die Wlan-Funktion am Endgerät aktiviert ist, wird die vom Hersteller genannte IP-Adresse des Routers in den Browser eingegeben, dann sollte sich die Konfigurationsoberfläche öffnen.

Hier geht es vor allem darum, das private Wlan gegen unbefugte Zugriffe zu schützen. «Sonst können sich Leute einloggen und in meinem Namen Schaden anrichten», warnt Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin. Sollte ein fremder Nutzer über das private ungeschützte Wlan strafbare Inhalte wie Kinderpornografie herunterladen, wird dafür der eigentliche Besitzer des Netzwerkes verantwortlich gemacht.

Um das Wlan zu schützen, muss der Nutzer bei der Konfiguration ein Passwort für den Zugang zum Funknetzwerk festlegen, und er muss eine Verschlüsselungsmethode auswählen. Die Grundeinstellung vieler Geräte sieht keine Verschlüsselung und auch kein Passwort vor. Das erleichtert die Einrichtung des Wlan. Daher ist es sinnvoll, für die erste Konfiguration ein Netzwerkkabel zu verwenden, damit der «böse Nachbar» das bei der Einrichtung im Klartext übertragene Passwort nicht gleich mitliest.

WPA2

Manche Router verlangen für die Einrichtung das Eintragen eines so genannten Netzwerkschlüssels. Bei den Geräten vom Hersteller AVM zum Beispiel findet sich diese Ziffernfolge auf der Unterseite. Im Prinzip könnte man dann gleich ins Internet gehen. Doch vor dem Aufruf der erste Webseite sollte das Verschlüsseln stehen. Dazu sucht sich der frisch gebackene Wlan-Besitzer über die Konfigurationsoberfläche eine Methode aus. Nur eine gilt als sicher und ist bislang noch nicht von Hackern geknackt. Sie heißt Wireless Protected Access (WPA) oder WPA2. «Alle gängigen Router unterstützen diese Methode», sagt Wolfgang Boos von der «connect».

Für zusätzliche Sicherheit sorgt die sogenannte MAC-Filterung: Dem Router werden dazu bei der Konfiguration die MAC-Adressen jener Geräte genannte, die Zugriff auf den Accesspoint haben sollen. Die zwölfstellige Ziffernfolge ist einmalig und lässt daher eine einwandfreie Identifizierung zu. «Man kann in einem Router eine Liste der Adresse seiner Geräte wie Laptop, Handy oder Taschencomputer hinterlegen», erläutert Peter Knaak.

Wer tagsüber nicht daheim ist oder nachts das Internet nicht braucht, kann den Router auch ausstellen - manche Modelle besitzen da eine Automatik. Dann kann sich niemand einwählen. Und es wird Strom gespart.

Wlan-Standards

Wlan gibt es seit einigen Jahren, in denen die Technik kontinuierlich weiter entwickelt worden ist. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Standards liegen für den Anwender am deutlichsten wahrnehmbar im Tempo: So bietet Wlan in der Version IEEE 802.11 maximal zwei Megabit pro Sekunde (MBit/s). Deutlich schneller ist die Variante IEEE 802.11g mit einer Transferrate von bis zu 54 MBit/s. Der nächste Wlan-Standard steht vor der offiziellen Einführung - IEEE 802.11n ist bis zu 300 MBit/s schnell. Die Hersteller bieten jetzt schon 802.11n-fähige Geräte an. (Verena Wolff/dpa)

 
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