10.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Europäer mögen es einfach und praktisch: Notebook
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
43,2 Millionen Deutsche sind derzeit online. Sie unterscheiden sich in ihrem Surfverhalten kaum von anderen Europäern. Die meisten gehen zum Suchen, Mailen und Bestellen ins Internet, so eine neue Studie.
Suchen, mailen und bestellen: Das Internet wird nach einer Erhebung des europäischen Branchenverbandes der Online-Vermarkter (EIAA) vor allem für diese Aktivitäten genutzt. «Die 24 Stunden und 7 Tage in der Woche geöffnete weltweite Bibliothek» werde von 87 Prozent europäischer Surfer zum Suchen eingesetzt, berichtete Marktforscher René Klaus Lamsfuß bei der Präsentation in Hamburg. Auch in Deutschland sieht dies kaum anders aus 82 Prozent der Nutzer geben regelmäßig Begriffe in Suchmasken ein. Während sich hier fast drei Viertel per E-Mail verständigen, sind es
europaweit 81 Prozent.
Der Verband befragte repräsentativ 7008 Menschen in zehn europäischen Ländern von Skandinavien über Großbritannien, Belgien und die Niederlande bis Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland. Danach sind in diesen Ländern rund 169 Millionen Menschen online, in Deutschland 43,2 Millionen. Das sind 61 Prozent der Erwachsenen hierzulande. Als Spitzenreiter werden die Niederlande (81 Prozent) und Norwegen (78) ausgewiesen.
Die Kommunikation über soziale Netzwerke wie Myspace oder Stayfriends findet in Deutschland bei knapp einem Drittel Anklang, in Europa werden sie von 42 Prozent der User besucht. Beliebt ist hierzulande der Austausch auf Foren (Deutschland: 28/Europa: 26), auch Verbraucherbewertungen von Konsumartikeln stehen hoch im Kurs (D: 37/E: 27). Für Portale mit Preisvergleichsseiten rechnet der Verband mit starken Zuwächsen, «da sie zunehmend zum Mainstream werden».
Mehr Videos, weniger Musik und RadioWeniger als in anderen Ländern wird in Deutschland das Herunterladen von Musik oder Radio via Internet genutzt: Nur 16 Prozent der Deutschen geben an, regelmäßig Musikdownloads zu tätigen, in anderen europäischen Ländern liegt der Durchschnitt bei 31 Prozent. Jeder fünfte Online-Deutsche hört Radio im Netz, während in Europa fast jeder Dritte (31 Prozent) auf Radio-Streams zurückgreift.
«Filme, TV oder Videoclips im Internet anzuschauen, wird sich weiter verstärken», prognostizierte der Experte. Mehr als ein Viertel der Nutzer klickte sich deswegen 2007 in Deutschland ins Web, vor einem Jahr war es erst knapp ein Zehntel. Auch für andere Entertainment-Angebote wie Spiele und Wetten sieht der Verband eine steigende Nachfrage.
Die EIAA vertritt die europäischen Online-Vermarkter wie AOL, Yahoo und T-Online. Mit der Studie wurden die Marktforschungsinstitute SPA und Synovate beauftragt. (nz/dpa)