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Studenten-Portal Campux attackiert StudiVZ

06. Dez 2007 11:04
Studium und mehr: Startseite von Campux.de
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Immer ran an die jungen Netz-User: Vor allem mit einer Flirtplattform und einem Forum zum internationalen Austausch will Campux dem übermächtigen Konkurrenten StudiVZ Besucher abwerben.

StudiVZ, das in Deutschland mit Abstand führende Online-Portal für Studenten, bekommt Konkurrenz. Am Mittwoch ist in Hamburg mit Campux ein neues internetbasiertes Netzwerk an den Start gegangen, das ebenfalls Studenten eine Kommunikationsplattform bieten will. Zusätzlich zu dem aktuellen Angebot von StudiVZ mit einer Kontaktbörse, Diskussionsgruppen und einem E-Mail-ähnlichen Nachrichtendienst bietet Campux auch eine Flirtplattform für Stundenten und die Möglichkeit, anderen Studenten auf Stadtplänen ihre Lieblingskneipen und -attraktionen zu empfehlen. Campux ist nach eigenen Angaben derzeit von großen Investoren unabhängig.

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StudiVZ war zu Beginn des Jahres vom Holtzbrinck-Verlag für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag übernommen worden. Mit dem Ableger SchülerVZ umgarnt das Berliner Unternehmen inzwischen auch eine noch jüngere Zielgruppe. Nach aktuellen Angaben sind auf beiden Plattformen bereits insgesamt sechs Millionen Nutzer registriert. Nach unabhängig erhobenen Zahlen hatte StudiVZ allein im Oktober 4,5 Milliarden einzelne Seitenabrufe.

Während StudiVZ im nicht-deutschsprachigen Ausland zusätzliche vom deutschen Portal unabhängige Dienste gegründet hat, setzt Campux auf eine gemeinsame internationale Plattform. Zum Start können die Nutzer für ihre Benutzeroberfläche aus elf Sprachen wählen, darunter ist neben westeuropäischen Sprachen auch Russisch.

«Hot-Spots» sollen Nutzer bringen

Mit dieser Strategie, dass sich beispielsweise deutschsprachige Studenten, die ein Auslandssemester planen, mit dort heimischen Kommilitonen auf einer gemeinsamen Plattform austauschen können, will Campux gegenüber StudiVZ punkten. «Studenten sind mobil und wollen, wenn sie in einer neuen Stadt ankommen, sofort wissen, was abgeht und angesagt ist», sagte Jakob Borgmann, einer der zwei 28-jährigen Campux-Gründer. Dabei kritisierte er die Strategie von StudiVZ: «Die haben sich für eine Internationalisierung entschieden, die keinen Austausch ermöglicht.»

Campux ist als studentisches Projekt entstanden, das laut Borgmann «nur von einzelnen Unternehmen und Privatleuten» finanziell gefördert werde. Das Portal, das wie StudiVZ für die Nutzer auch dauerhaft kostenfrei sein soll, will neben Werbebannern lokalen Geschäften die Möglichkeit bieten, gegen Gebühr mit den Nutzern zu kommunizieren, die ihre Lokalität als sogenannten «Hot-Spot» auf einer Karte markiert haben. «Das können etwa Sonderangebote oder die Werbung für anstehende Feiern und Konzerte sein», sagte Borgmann. (epd)


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