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PC-Spiele: Auf in den «Scharmützel»-Modus

04. Dez 2007 14:15
Reden wäre besser, aber auch langweiliger gewesen: Szene aus
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Für Freunde von Echtzeit-Strategie-Spielen und bekennende Imperialisten dürfte die neue Variante des Computerspiels «Empire Earth» genau das Richtige sein. Aber auch nur für sie.

Mehr als zwei Jahre nach dem letzten «Empire Earth» sind die Liebhaber dieses Echtzeit-Strategiespiels zu neuen imperialistischen Taten aufgerufen: mit «Empire Earth III». Wieder einmal geht es um nichts weniger als die Weltherrschaft, meist mit kriegerischen Mitteln, mal auch mit Hilfe von Diplomatie oder Korruption. Allerdings wirkt die Spielidee inzwischen nicht mehr ganz zeitgemäß.

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In «Empire Earth» muss man klein anfangen und große Ziele verfolgen. Der Baumeister erstellt Häuser, Wirtschaftsgebäude und Kasernen, und schon fängt es an zu wuseln. Am oberen Bildschirmrand steigen die Werte für Rohstoffe, Vermögen und Bevölkerung, so dass die kleine Zivilisation bald aus den Nähten platzt. Nun beginnt der wohl reizvollste Abschnitt des Spiels, das Erkunden der zunächst ganz im Dunkeln liegenden Nachbarschaft.

Im «Scharmützel»-Modus kann man 21 unterschiedliche Karten wählen und bestimmen, ob man in der Antike, im Mittelalter, in der Kolonialzeit, in der Moderne oder in der Zukunft beginnen will. Außerdem kann man hier gegen maximal acht Gegner antreten – in Gestalt von Künstlicher Intelligenz oder Mitspielern im Internet.

Viele Klischees

Im Modus für die «Weltherrschaft» geht es darum, eine Region nach der anderen zu erobern. Um dabei den Überblick zu erhalten, gibt es eine neue Erdkugel-Ansicht, auf der man die eigenen Heere verschieben kann.

Gestartet wird in einer von drei Regionen. Im Westen liegt der Schwerpunkt auf der Technologie, im Nahen Osten auf der Kavallerie und im Fernen Osten auf der zahlenmäßigen Stärke. «Die Einheiten sind in der Regel billig», heißt es weiter zum Fernen Osten, und das ist nicht das einzige Klischee in «Empire Earth III». So spricht der Baumeister nur gebrochenes Deutsch: «Ich gut bauen.»

Da die Sprüche der Akteure in der Wiederholung nicht klüger werden, ist es angenehm, dass man sie gezielt ausschalten kann. Auch die geballte Orchestermusikbegleitung ist auf die Dauer etwas belastend. Einen angenehmen Eindruck hinterlassen aber Naturgeräusche wie Vogelstimmen. Auch die Wettereffekte sind immer noch hübsch anzusehen und anzuhören. Insgesamt aber kann die Grafik kaum mit der Qualität von aktuellen Videogames mithalten, wie sie für die neue Generation der Spielkonsolen entwickelt wurden.

«Weltherrschaft»

Wer es bis zur Weltherrschaft schaffen will, sollte viel Zeit haben und nicht nur auf die militärischen Fähigkeiten, sondern vor allem auf die «Technologie-Punkte» achten - nur dann kann man in neue Epochen aufsteigen und wird nicht vorzeitig von der Botschaft deprimiert: «Wie das ungezählter Imperien zuvor ist auch Ihr Streben nach Weltherrschaft gescheitert.» Wer am Imperialismus den Spaß verloren hat, kann in «Empire Earth» immerhin seine kreative Seite ausleben. So macht es Spaß, mit dem intuitiv zu bedienenden Karten-Editor eigene Landschaften zu gestalten.

«Empire Earth III» stellt nicht geringe Anforderungen an die Hardware des Windows-Computers (XP/Vista). So werden auf der Festplatte 5,5 Gigabyte an Daten abgelegt. Der Prozessor sollte eine Taktrate von mindestens 1,7 Gigahertz haben - empfohlen wird ein Dual-Core-Pentium mit 3,2 GHz. Der Arbeitsspeicher sollte mindestens 1 Gigabyte groß sein, bei der Grafikkarte beginnen die Anforderungen mit der Unterstützung für Shader 2.0 und 128 MB Grafik-RAM.

Das von Mad Doc entwickelte Spiel hat in Deutschland keine Jugendfreigabe erhalten. Es wird von Vivendi unter dem Sierra-Label für rund 45 Euro vertrieben. (Peter Zschunke/AP)


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