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Jugendliche sind «gefangen im Netz»

04. Dez 2007 10:28
Unterhaltung und mehr: Jugendliche Computerspieler auf der Games Convention in Leipzig
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Online-Sucht ist längst kein Erwachsenen-Phänomen mehr. Die ZDF-Reportagen-Reihe «37 Grad» berichtet am Dienstagabend aus dem Leben von drei internetsüchtigen Jugendlichen.

Viele deutsche Jugendliche sind fernseh- und computersüchtig. Auf rund 800.000 wird die Zahl der Gefährdeten geschätzt. Sie bauen sich ihr soziales Netzwerk am Computer auf. Wenn es nicht mehr passt, wird der Kontakt per Mausklick abgebrochen. Die meisten Eltern machen sich Sorgen, sind aber auch überfordert. Die ZDF-Reihe «37 Grad» porträtiert am Dienstagabend (22.15 Uhr) in der Reportage «Gefangen im Netz» drei Jugendliche, deren Leben hauptsächlich am Bildschirm stattfindet.

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Ein krasses Beispiel ist Felix. Der Zehnjährige knipst gleich nach der Schule den Fernseher an. Allenfalls die Computerspiele seiner älteren Brüder können ihn weglocken. Seine Mutter macht sich mittlerweile große Sorgen um Felix. Draußen zu spielen ist ihm zu kalt oder zu nass, Hausaufgaben kann man später machen, an Ausreden mangelt es ihm nie. Bewegung wird zum Fremdwort, und Kontakte zu anderen Kindern aufzunehmen, fällt Felix immer schwerer. Schließlich wird ärztliche Hilfe gesucht.

Lukas ist bereits einen Schritt weiter. Der heute 17-Jährige hat lange in der virtuellen Welt gelebt. Im richtigen Leben ging alles schief: Die Freundin hat ihn verlassen, von der Schule ist er schließlich selbst gegangen. Er hatte einfach keine Zeit dafür. «Ich war total süchtig und hab' mein Zimmer kaum noch verlassen», sagt Lukas. Heute ist er wieder in der Wirklichkeit angekommen und trifft sich lieber mit Freunden zum Motorradfahren.

Alexandra geht selbstbewusst an die neuen Medien heran. Die 15-Jährige nutzt alle technischen Möglichkeiten, um das Gespräch mit ihren Freundinnen nach der Schule online weiterzuführen. Auch ihren Freund hat sie beim Chatten kennengelernt und festgestellt, dass er dieselbe Schule besucht. Im Chat trifft sie eine Art Vorauswahl, wen sie kennenlernen möchte. Besser so, sagt sie, als zu jedem persönlich Kontakt aufzunehmen. (dpa)

 
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