netzeitung.deEltern und Schüler für Informatik als Pflichtfach

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Mehr davon! Computereinsatz im Unterricht in der Gesamtschule Königsborn (Foto: Bernd Thissen dpa/lnw <br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mehr davon! Computereinsatz im Unterricht in der Gesamtschule Königsborn
Foto: Bernd Thissen dpa/lnw
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass Computer im Klassenzimmer zu selten genutzt werden, wollen nun Eltern und Schüler das Fach Informatik stärken. Das geht aus einer neuen Umfrage hervor.

Eltern und Schüler in Deutschland befürworten mehrheitlich ein Pflichtfach Informatik an Schulen und einen stärkeren Computer-Einsatz im Unterricht. Dies ergab eine am Montag in Berlin veröffentlichte Forsa-Umfrage des Branchenverbands Bitkom. Danach sind 78 Prozent der Eltern für die Einführung eines Pflichtfachs Informatik in den Klassen fünf bis zehn. Nur 13 Prozent lehnen das ab. Unter den Schülern spricht sich mit 52 Prozent ebenfalls eine Mehrheit für Informatik als Pflichtfach aus. 24 Prozent sind unentschlossen und nur 22 Prozent sind dagegen.

Eltern und Schüler fordern laut der Umfrage auch, dass der Computer intensiver genutzt wird. 77 Prozent der Eltern sagen, dass der Computer häufiger zu Lernzwecken im Unterricht eingesetzt werden sollte. Nur 19 Prozent lehnen das ab. Unter den Schülern sprechen sich sogar 81 Prozent für einen stärkeren Gebrauch des Computers im Unterricht aus. Das Forschungsinstitut Forsa hat im Auftrag von Bitkom 1.016 Eltern sowie 501 Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren befragt.

Computer im Unterricht selten genutzt
Derzeit ist die Situation bei der PC-Nutzung aus Sicht der Schüler unbefriedigend. Nur zwölf Prozent der Befragten geben an, dass der Computer täglich im Unterricht eingesetzt wird. 41 Prozent der Schüler sagen, dass sie den Computer mindestens einmal pro Woche im Unterricht gebrauchen. 45 Prozent nutzen den Computer im Unterricht nur selten oder gar nicht.

Aus Sicht der High-Tech-Branche gelingt es den Schulen bisher nicht ausreichend, den Nachwuchs für technische Themen zu begeistern. Die Folge seien zu wenige Studierende in den Fächern Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik. «Die High-Tech-Branche leidet seit Jahren unter einem Mangel an hoch qualifizierten Fachkräften», erklärte der Verband. Die Firmen bräuchten dringend mehr Informatiker und Ingenieure. (AP)