03. Dez 2007 09:46
28 Prozent der deutschen Schüler arbeiten gar nicht am Rechner, die meisten kennen Computer nur aus dem Informatikunterricht. Das könnte an den mangelnden IT-Kenntnissen der Lehrer liegen, wie eine neue Umfrage ergab.
Viele Lehrer brauchten nach Ansicht der Schüler eigentlich Nachhilfe im Umgang mit Computern und Internet: Nur ein Drittel der Lehrer bekam die Note «sehr gut» oder «gut» für ihre IT-Kenntnisse. Lediglich im Informatikunterricht kommen Computer nach Angaben der Schüler häufig zum Einsatz (68 Prozent). Andere Fächer wie Wirtschaft (20 Prozent), Physik (19 Prozent) oder Mathematik (18 Prozent) folgen erst mit großem Abstand. Noch seltener werden Computer im Sprachunterricht eingesetzt.Entgegen dem geringen Stellenwert des Computers im Unterricht messen Schüler aber IT-Kenntnissen eine hohe Bedeutung für das spätere Berufsleben bei: 87 Prozent der Befragten glauben, dass Computerkenntnisse für ihre berufliche Zukunft wichtig oder sogar sehr wichtig sein werden. Befragt nach den IT-Kenntnissen ihrer Pädagogen, vergab nur ein Drittel der Schüler die Note «gut» (28 Prozent) oder «sehr gut» (vier Prozent). Im Durchschnitt erhielten Lehrer von ihren Schülern die Note «befriedigend».
Als das im Umgang mit dem Computer fitteste Lehrpersonal wurden überwiegend die jüngeren Lehrer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren benannt (66 Prozent). 25 Prozent meinen, die 40- bis 50-Jährigen wüssten am besten Bescheid. Nur drei Prozent stufen die über 50-jährigen Pädagogen entsprechend ein. Forsa befragte im November 1.001 Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 20 Jahren. (AP)