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Scanner können fast alles

12. Nov 2007 11:17
Manchmal besser als vorher: Foto aus dem Scanner
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Digitales Kopieren leicht gemacht: Egal ob Bilder, Dias oder Zeugnisse – wer einen guten Scanner hat, kann zuhause vieles vervielfältigen. Was aber macht einen guten Scanner aus?

Fotos, Dias, Dokumente – alte Schätze füllen auch in der digitalen Welt noch immer zahllose Ordner und Kisten. Um Abhilfe zu schaffen, werden die analogen Vorlagen gern gescannt und auf dem Computer verwaltet. Doch beim Abbilden der Papiervorlagen gibt es einiges zu beachten, damit sich niemand ärgert, die Originale zugunsten der Digitalkopien entsorgt zu haben.

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«Zunächst muss die Hardware abbilden können, was man scannen will», sagt Schahin Elahinja, Scanner-Experte beim Hersteller Epson in Meerbusch. Wer also Negative oder Dias scannen will, braucht eine so genannte Durchlichteinheit, die das Licht von oben über die Vorlagen leuchten lässt statt normalerweise von unten. Will man große Vorlagen kopieren, braucht das Gerät ein entsprechendes Format. Und wer stapelweise Formulare, Kochrezepte oder Zeugnisse scannen will, ist mit einem Einzelblatteinzug gut bedient.

Wie exakt ein Scanner arbeiten und welche Auflösung er dabei haben muss, kommt ebenfalls ganz auf den Nutzer und dessen Bedürfnisse an. Oft sollen nur einfache Dokumente digital gesichert und archiviert werden. Dafür braucht es keine besonders hohe Auflösung. «Bei Texten reichen etwa 200 Bildpunkte pro Zoll [dots per inch, (dpi)]», sagt Thorsten Neumann, Scanner-Experte bei «Chip Online» in München.

Wie viele dpi?

Bringt ein Scanner die dpi-Auszeichnung 3600 oder 4800 mit, produziert er vor allem riesige Datenpakete. «Damit dauert sowohl das Scannen als auch das etwaige Verschicken per Mail wesentlich länger.» Geräte für professionelle Nutzer etwa bringen es auf 9600 dpi. Mehr dpi sind sinnvoll, wenn es etwa um Ausschnittvergrößerung geht.

Auch dünne Linien in einem Dokument oder feine Einzelheiten auf einem Foto bedürften einer höheren Auflösung. «Bei eins zu eins Kopien von Dokumenten reichen 200 bis 300 Bildpunkte aus, bei feinen Details sollten es schon 600 sein», erläutert Elahinja. Doch die Bildpunkte beim Scannen und Drucken sind unterschiedlich: «Man muss mit 1200 bis 2400 dpi scannen, um die Druckauflösung 200 oder 300 zu erreichen.»

Gute Hardware bringt nicht nur eine passende Auflösung, sondern auch die einfache Bedienung mit sich. «Meist kann man die Tasten mit verschiedenen Funktionen belegen und dann mit einem Knopfdruck scannen», sagt Neumann. Auch Hewlett-Packard mit Sitz in Böblingen hat mehrere Geräte im Programm, die Fotos, Dokumente und 3D-Objekte wie geöffnete Bücher, gerahmte Bilder oder kleine Erinnerungsstücke mit einem Knopfdruck digitalisieren. Fortgeschrittene Digitalkopierer allerdings lernen mit der Zeit die einzelne Funktionen ihrer Geräte zu schätzen.

Treiber & Software

Zwei Dinge sind beim Anschluss eines Scanners an die heimische Computerausstattung wichtig: Der Scanner-Treiber muss mit der mitgelieferten Software installiert werden. «Es gibt Scanner, die sind in das Betriebssystem integriert - es kann aber dabei passieren, dass bestimmte Sonderfunktionen nicht ausgeführt werden», sagt Epson-Sprecher Elahinja. Und: jede mitgelieferte CD hat ein Programm, das bei der Bearbeitung der Scans hilft. «Gute Geräte haben auch gute Software, die fast alle Probleme löst», sagt Neumann.

So kann etwa eingestellt werden, wo die Digitalkopien auf dem Rechner abgelegt werden. Auch die herkömmliche Bildbearbeitung - drehen, richten, schneiden, retuschieren - wird damit erledigt. Zudem kann man den Scanner meist aus der Bildbearbeitung bedienen. «Alles was man mit Dokumenten machen kann, ist in die Software integriert», sagt Elahinja.

Staub- und Kratzspuren

Wer Fotos, Negative und Dias scannen will, sollte sich nach einem Scanner umschauen, der mit diesen Vorlagen kleine Wunder bewirken kann. Verschiedene Geräte sind auf dem Markt, die Kratzer und Staub von den Vorlagen entfernen können. Auch hier ist die Software am Werk: Bilddaten werden auf bestimmte Frequenzen hin analysiert, die dann herausgefiltert werden. Die Stärke der Filterung lässt sich individuell anpassen. «Sonst kann es passieren, dass feine Linien auf den Bildern ebenfalls wegretuschiert werden», sagt Elahinja.

«Die Scanner können Bilder inzwischen auch zu Hause mit professionellen Ergebnissen aufbereiten», sagt HP-Sprecherin Barbara Wollny. Die so genannte Adaptive-Lighting-Technologie etwa sorgt dafür, dass Kontraste besser herausgearbeitet und Details aus dunklen Schatten hervorgehoben werden. «Zudem können rote Augen korrigiert, verblasste Farben aufgefrischt und eben Staub- und Kratzspuren retuschiert werden.»

Die Entwicklung bei den Scannern kommt Verbrauchern eigentlich entgegen. Die Geräte können inzwischen wesentlich mehr als noch vor ein paar Jahren - und kosten nur noch zwischen 80 und etwa 200 Euro. Dennoch verschwinden einzelne Scanner mehr und mehr vom Markt. «Immer mehr Nutzer haben am heimischen Schreibtisch ein Multifunktionsgerät, das aus Drucker, Kopierer und einem guten Scanner besteht», sagt HP-Sprecherin Barbara Wollny. (Verena Wolff/dpa)

 
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