netzeitung.deUnited Internet erwartet Preisrutsch bei DSL

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Billig: Ralf Dommermuth, Vorstandsvorsitzender von United Internet (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Billig: Ralf Dommermuth, Vorstandsvorsitzender von United Internet
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wenn es nach dem Netzdienstleister United Internet geht, werden die Preise im DSL-Geschäft weiter sinken. Zu einer möglichen Übernahme des Konkurrenten Freenet äußerte sich UI-Chef Dommermuth zurückhaltend.

United-Internet-Chef Ralf Dommermuth rechnet mit weiteren Preisrückgängen im DSL-Geschäft. «Die Preise werden weiter runtergehen, weil die Kunden sich daran gewöhnt haben», sagte Dommermuth der «Financial Times Deutschland». «Die Luft wird immer dünner, wir verdienen aber im DSL-Geschäft weiterhin Geld.»

Ob United Internet (1&1, Web.de) selbst eine weitere Preisoffensive vorbereite, ließ er offen. Erst im Oktober hatte Dommermuth die Preise reduziert und Rivalen wie Hansenet und Arcor zu Abschlägen gezwungen. Nun zieht Marktführer Deutsche Telekom nach.

Zu der angestrebten Übernahme des Rivalen Freenet sagte Dommermuth, er habe keine Eile. «Freenet ist kein kurzfristiges Geschäft.» Auch sei der Kauf für United Internet nicht überlebenswichtig. Das Auftragsvolumen der Kooperation mit der Deutschen Telekom habe «stark abgenommen», seit er mit deren Rivalen zusammenarbeite. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen. Erst seit Juli bietet United Internet Komplettpakete inklusive Telefonanschluss an und greift dabei auf das Netz von Telefónica und QSC zurück.

Ein eigenes IPTV-Angebot, wie es die Telekom, Arcor und Hansenet vertreiben, plant Dommermuth nicht. «IPTV halte ich im Moment für uninteressant. Die Kunden haben schon Kabel», sagte er. Das Online-TV werde sich erst mittel- bis langfristig zum Massenmarkt entwickeln. (dpa)