Aber die Japaner sind mit diesem Ansatz nicht ganz alleine. Auch VW denkt über virtuelle Helfer für den Autofahrer nach und hat für den Geländewagen Tiguan die virtuelle Beifahrerin Carla entwickelt. Dieser sogenannte Avatar ist eine digitale und multimediale Betriebsanleitung, die dem Fahrer schnell, einfach und unterhaltsam das neue Navigationssystem nahe bringen soll. In einem interaktiven Dialog mit dem Fahrer demonstriert Carla - unterstützt von animierten Illustrationen - jeden einzelnen Bedienschritt.Wie man mit Elektronik auch auf anderem Wege die Bedienung eines Autos erleichtern kann, zeigt das Audi Mobile Device in der Studie Metroproject quattro. Denn für den Vorboten des künftigen Kleinwagens A1 haben die Audi-Entwickler den Zündschlüssel in ein elektronisches Zauberkästchen integriert, das zudem als Mobiltelefon, Navigationssystem, MP3-Player und portabler Videomonitor fungiert.
Auch Mercedes spinnt den Faden weiter: Für das Bedienkonzept der Forschungslimousine F700 haben sich die Schwaben von der virtuellen Parallelwelt «Second Life» inspirieren lassen. So wie dort jedermann sein Alter-Ego programmieren kann, gibt es auch in der S-Klasse der Zukunft einen sogenannten Avatar, der die wichtigsten Infotainment-Einstellungen vornimmt. Nicht mehr der Fahrer wählt den Radiosender oder das Navigationsziel. Er überträgt diesen Auftrag vielmehr wie im echten Leben per Sprachkommando seiner Sekretärin, die in der Forschungslimousine allerdings nur ein digitales Wunschbild ist. (Thomas Geiger/dpa)